Im Parallelflug auf das Podest: Romain Grosjean und Kimi Räikkönen in Yeongam

Formel 1 2013

— 08.10.2013

Lotus nach Südkorea: Nur so weiter...

Das Lotus-Team um Kimi Räikkönen und Romain Grosjean reist mit stolzgeschwellter Brust weiter nach Suzuka, wo der Rennstall weitere Erfolge anstrebt



"Diese beiden Podestplätze waren für uns wie ein Sieg." Das sind die Worte von Lotus-Teamchef Eric Boullier, nachdem Kimi Räikkönen und Romain Grosjean im Großen Preis von Südkorea die Ränge zwei und drei erobert haben. Und will das französisch-britische Team gleich nachlegen: In Suzuka sollen die Lotus-Piloten erneut eine starke Leistung zeigen und weitere wichtige WM-Punkte holen.

"Was abseits der Strecke gesagt wird, spielt ja keine Rolle. Auf der Strecke musst du etwas zeigen", sagt Teamchef Boullier vor dem fünftletzten Rennen des Jahres. Er fährt fort: "In Südkorea ist uns das gelungen, was die Stärke des Teams unterstreicht." Dass Lotus "in dieser fortgeschrittenen Phase der Saison" so konkurrenzfähig sei, sei ein gutes Zeichen. "So soll es in den restlichen Rennen weitergehen."

Groß ist die Zuversicht jedenfalls bei Chefingenieur Alan Permane: "Das Auto funktioniert prima. Das haben wir in Südkorea gesehen. Suzuka weist einige schnelle und flüssige Kurven auf. Solche Ecken, wie wir sie in Südkorea im zweiten Sektor hatten. Dort waren wir unheimlich gut unterwegs. Und unsere Fahrer sind derzeit in einer sehr guten Form. Die restlichen Rennen könnten also unterhaltsam werden."

Räikkönen schwärmt von Suzuka

"Suzuka ist sicher einer der Höhepunkte des Jahres", meint Permane. Der Brite fügt hinzu: "Uns dürfte also wieder ein interessantes Wochenende bevorstehen. Denn dieser Kurs hat echt Charakter. Der Reifenabrieb wird dort zwar nicht so groß sein wie in Südkorea, doch Schwächen am Auto oder am Setup machen sich rasch bemerkbar. Wir müssen daher hart arbeiten, um perfekt aufgestellt zu sein."

Und all das auf einer Strecke, die von den Piloten regelrecht vergöttert wird. Auch "Iceman" Räikkönen wird bei Suzuka ganz warm ums Herz, wie er sagt: "Normalerweise spielt es für mich keine Rolle, wo wir fahren. Suzuka ist aber eine Strecke, auf die ich mich in jedem Jahr freue. Es ist eben ein echter Traditionskurs, wo der Fahrer richtig gefordert ist", erklärt der aktuell Drittplatzierte in der Fahrer-WM.

"Es ist eine schnelle und technische Bahn, die auch ein paar gute Überholstellen aufweist. Es gibt Kurven, die gehen voll. Es gibt aber auch Kurven, da musst du ganz vorsichtig mit Gas und Bremse spielen, um bestmöglich durchzukommen. Und wenn du zu viel willst, wirst du rasch bestraft. Darum geht es mir im Motorsport", meint Räikkönen. Er wünsche sich gutes Gelingen für das Wochenende.

Grosjean freut sich auf die japanischen Fans

"Denn dieser Kurs zählt auf jeden Fall zu den Top 3 weltweit, neben Spa und Monaco. Es fühlt sich einfach großartig an, dort ein Formel-1-Auto zu bewegen", sagt Räikkönen. "Und ich habe natürlich beste Erinnerungen an Suzuka 2005. Man tut sich zwar immer schwer, sein bestes Rennen zu benennen, doch ich erinnere mich sehr gut daran, wie ich von ganz hinten kommend noch gewonnen habe."

Gewonnen hat Grosjean noch nicht, aber auch ihn begeistert die "Achterbahn" von Suzuka. "Ich bin sicher nicht der Erste, der das sagt, aber Suzuka ist einfach meine Lieblingsstrecke im Kalender. Dieser Ort ist einfach etwas anders. Ich fahre dort zwar erst zum dritten Mal, freue mich aber schon seit der Zieldurchfahrt in Südkorea darauf. Die Strecke ist einfach fantastisch", so der aktuelle WM-Achte.

Grosjean erklärt: "Es ist ein Kurs, auf dem der Fahrer sein Gefühl für das Auto unter Beweis stellen kann. Außerdem folgt eine Kurve auf die nächste. Ausruhen ist da nicht drin, denn du musst sehr flüssig fahren. Schon ein kleiner Fehler kann dich richtig viel Zeit kosten. Und wenn du es hinkriegst, ist das ein sehr gutes Gefühl. Gelingt es dir nicht, willst du es einfach immer und immer wieder probieren, bis es dir gelingt."

"Suzuka ist einfach ein fortwährender Test deiner Fähigkeiten. Das macht es so wunderbar. Und die japanischen Fans spielen wirklich in einer ganz eigenen Liga", sagt Grosjean, dessen Lotus-Team nach dem Coup von Südkorea mit 239 Punkten auf Position vier der Konstrukteurswertung an den Suzuka Circuit reist. Um dort nach Möglichkeit an die Ergebnisse aus Yeongam anzuknüpfen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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