Mark Webber bekommt für Suzuka ein neues Chassis - endet auch das Pech?

Formel 1 2013

— 10.10.2013

Webber in Suzuka: Neues Chassis, neues Glück?

Nach etlichen Pleiten, Pech und Pannen hofft Mark Webber auf einen versöhnlichen Abschluss seiner Formel-1-Karriere - Neues Chassis nach Unfall in Südkorea



Neues Chassis, neues Glück? Das ist zumindest die Hoffnung von Red-Bull-Fahrer Mark Webber. Der Australier wünscht sich nämlich nichts sehnlicher als ein baldiges Ende seiner Pechsträhne und einen versöhnlichen Abschluss seiner Formel-1-Karriere. Den Autobrand vom Wochenende in Südkorea, wo er nach einer unverschuldeten Kollision ausschied, betrachtet er nun aber schon mit etwas Humor.

"In Australien sind wir ja an Buschfeuer gewöhnt, kein Problem", sagt Webber. Er berichtet: "Ich habe im Fahrzeug den Feuerlöscher betätigt, aber der funktionierte nicht. Die Streckenposten sprachen kein Englisch. Was also sollte ich tun? Ausblasen ging ja nicht." Immerhin: Motor und Getriebe haben den Brand überstanden, einzig das Chassis sei bereits beim Crash mit Adrian Sutil beschädigt worden.

Deshalb tritt Webber ab dem Großen Preis von Japan mit einem neuen Chassis an. Sind damit dann auch alle Schwierigkeiten der vergangenen Wochen und Monate endlich Geschichte? "Wir brauchen einfach noch ein paar solide Wochenenden", meint Webber. "Das ist alles, was nötig ist, um gute Ergebnisse einzufahren. Und ich will in den restlichen Rennen noch ein paar gute Ergebnisse einfahren."

Webber der große Pechvogel 2013

Kein Wunder: Die verbleibenden fünf Grands Prix des Jahres sind Webbers letzte Formel-1-Rennen, ehe er in die Langstrecken-Szene wechselt und für Porsche unter anderem in Le Mans antritt. Und gerade weil die Saison 2013 bisher kein großer Wurf für ihn gewesen ist, wünscht er sich einen versöhnlichen Abschluss. Denn: "Das Tempo war in diesem Jahr eigentlich nicht so schlecht."

"Wir haben nur viele Punkte liegenlassen, weil wir oft Pech hatten. Das passiert halt", so der Red-Bull-Pilot, der als aktueller WM-Fünfter nicht mal mehr theoretische Titelchancen hat. Auch, weil meist nur sein Auto von technischen Problemen heimgesucht wurde, während das Schwesterauto von Sebastian Vettel weniger häufig betroffen war. Und Webbers Schwierigkeiten waren hartnäckiger Natur.

"Es gab ein paar technische Probleme, für die es nicht einfach war, eine Lösung zu finden. Manche davon traten auch sehr überraschend auf", erklärt Webber. "Und wenn du mal kein KERS oder dergleichen zur Verfügung hast, ist dein Wochenende halt im Eimer." Oder wie es Ferrari-Pilot und Formel-1-Rivale Fernando Alonso ausdrückt: "Wenn es schiefläuft, dann läuft es einfach schief."

Alonso glaubt: Die Motivation hat gelitten

"Mark hat da ein bisschen die Motivation verloren. Er hat nicht mehr so viel Spaß an der Formel 1 wie früher. Er entscheidet sich zum Rücktritt, doch gleichzeitig sucht ihn auch noch das Pech heim. Das ist schade für ihn. Ich wünsche ihm in seinen restlichen fünf Rennen viel Glück. Es wäre schön, wenn er der Formel 1 zumindest mit einem weiteren Grand-Prix-Sieg auf Wiedersehen sagen und feiern könnte."

Doch die Zeit danach beschäftigt Webber (noch) nicht. "Ich fühle mich gut", sagt er vor dem fünftletzten Formel-1-Auftritt. "Es ist eine spannende Zeit. Ich freue mich auf die neue Herausforderung. Im Januar werde ich erstmals im Porsche sitzen. Ich selbst werde wohl eine gewisse Übergangszeit brauchen. Daran denke ich zwar derzeit noch nicht allzu sehr, freue mich aber auf das Auto."

Fotoquelle: Red Bull

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