Weltmeister Sebastian Vettel war mal wieder der Schnellste

Formel 1 2013

— 11.10.2013

Suzuka: Vettel am Freitag wieder souverän

Ob leere oder volle Tanks, Schnellster ist am Ende immer Sebastian Vettel: Red Bull und Mercedes geben auch beim Grand Prix von Japan den Ton an



Nach der Doppel-Bestzeit von Mercedes im ersten Freien Training stellte das Red-Bull-Team die gewohnte Hackordnung am Freitagnachmittag in Suzuka wieder her. Sebastian Vettel sicherte sich beim (trockenen) Auftakt des Grand Prix von Japan 2013 in 1:33.852 Minuten die Tagesbestzeit, 0,168 Sekunden vor seinem Teamkollegen Mark Webber. Erst auf Platz drei folgte mit Nico Rosberg (+0,262) der beste Silberpfeil-Pilot.

"Red Bull gibt den Ton an", steht für Experte Marc Surer nach den ersten drei Trainingsstunden fest. "Auf eine Runde kann man hoffen, dass Mercedes mithalten kann, aber heute Nachmittag sah es wieder ganz nach Red Bull aus." Und zwar nicht nur auf die schnelle Einzelrunde, sondern auch im Renntrimm. Denn auch nach dem Volltanken war Vettel mit einer Bestzeit von 1:38.1 Minuten auf den härteren Pirelli-Reifen erneut der schnellste Mann auf der Strecke.

Trotzdem ist er "noch nicht ganz" zufrieden: "Das Ergebnis ist heute sekundär. Ich denke, wir können uns noch ein bisschen verbessern." Insbesondere hinsichtlich der Haltbarkeit der Hinterreifen, wie er ausführt. Aber das Mercedes-Lager gibt sich keineswegs geschlagen: "Das Auto fühlt sich schnell und gut an, es könnte ein gutes Wochenende für uns werden", erklärt Rosberg, räumt jedoch ein, dass es "schwierig" werden könnte, Red Bull herauszufordern.

Rosberg: Starker Longrun mit weichen Reifen

Bei den abschließenden Volltank-Tests, die am Freitag wesentlich repräsentativer sind als die absolute Zeitentabelle, war nicht Webber (1:38.5), sondern Rosberg (1:38.4) Vettels erster Verfolger. "Rosberg war extrem gut unterwegs, hat viele Runden mit den weichen Reifen gefahren und wurde von Runde zu Runde schneller. Das hat mich beeindruckt", analysiert Surer. Sonst schaffte kein Fahrer eine Longrun-Bestzeit unter 1:39 Minuten.

Vierter im Gesamtklassement wurde Lewis Hamilton (Mercedes) mit einem Rückstand von 0,305 Sekunden, allerdings konnte der Brite seine Zeit als einziger Topfahrer am Nachmittag nicht mehr verbessern. Somit landete er im zweiten Freien Training auf Rang sechs. Schneller als er waren noch die beiden Lotus-Piloten Kimi Räikkönen (+0,350) und Romain Grosjean (0,559). Grosjean war auch bei den Volltank-Tests mit 1:39.0 Minuten guter Vierter.

Ungewöhnlicher Fahrfehler von Räikkönen

Räikkönen hingegen konnte sein Longrun-Programm wegen eines Abflugs gut eine halbe Stunde vor Schluss nicht ernsthaft in Angriff nehmen. Der "Iceman" rutschte im ersten Sektor von der Strecke und grub sich beim Versuch loszufahren so tief im Kies ein, dass er aufgeben musste. "Diese Strecke hat einige Schwierigkeiten, da kann man sich leicht vertun", kommentiert Experte Surer diesen und einige weitere Zwischenfälle am heutigen Tag.

Den heftigsten Abflug fabrizierte Sergio Perez (16./McLaren/+1,598), als er beim Anbremsen der Spoon-Kurve außen auf den Randstein und somit ins Schleudern kam. Der Mexikaner blieb aber ebenso unverletzt wie Pastor Maldonado (18./Williams/+2,326), der ausgangs Kurve 9 in die Reifenstapel untersteuerte. Bereits heute Morgen war beim Venezolaner in der Spoon-Kurve das linke Hinterrad lose geworden.

Wie schwierig Suzuka ist, musste auch Fernando Alonso (10./+1,235) feststellen, der mit seinem Ferrari ausgangs Degner-Kurve einen Dreher fabrizierte. Während der Volltank-Tests klagte er lange Zeit über Vibrationen auf den Medium-Reifen, nach einem Boxenstopp lief es aber besser und er schaffte noch eine Verbesserung auf 1:39.0 Minuten. Absolut gesehen war er heute sogar langsamer als Teamkollege Felipe Massa (8./+0,846) - und zwar in beiden Sessions.

Toro Rosso seit Südkorea deutlich verbessert

Die große Überraschung war Daniel Ricciardo (Toro Rosso/+0,621) auf Platz sieben - noch dazu, weil der STR8 auch im Renntrimm gut zu laufen scheint: Jean-Eric Vergne (12./+1,257) schaffte mit vollen Tanks eine Bestzeit von 1:39.7 und war damit erster Verfolger der Topteams. Auch Esteban Gutierrez (11./Sauber/+1,237) überraschte heute und war sowohl mit wenig als auch mit viel Benzin (1:39.7) an Bord schneller als Nico Hülkenberg (13./+1,330).

Letzterer klagte über ein "leichtes Auto", also ein übersteuerndes Heck und zu wenig Anpressdruck, nachdem er ins erste Training noch mit zu steilen Flügeln gestartet war. Aber auch Landsmann Adrian Sutil zog heute gegen seinen Force-India-Teamkollegen Paul di Resta (14.) um 66 Tausendstelsekunden den Kürzeren und musste mit Rang 15 Vorlieb nehmen. Von den etablierten Teams schnitt heute nur Williams schlechter ab.

Ganz hinten war im zweiten Training Charles Pic (Caterham/+3,778) der Schnellste, obwohl er am Vormittag wegen Freitagstester Heikki Kovalainen hatte zuschauen müssen. Jules Bianchi (Marussia) ereilte dieses Schicksal am Nachmittag, weil sein Team nach dem Crash in Kurve 9 ein neues Chassis aufbauen muss. So hat der Franzose bis morgen ausreichend Gelegenheit, seinen leicht angeschlagenen Ellbogen weiter ruhen zu lassen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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