Sebastian Vettel bot den japanischen Fans noch nicht seine ganze Klasse

Formel 1 2013

— 11.10.2013

Gut ist nicht gut genug: Vettel drängt auf Verbesserungen

Der Heppenheimer ist mit dem RB9 noch nicht ganz zufrieden und beklagt stark abbauende Reifen auf der Hinterachse: "Das geht heute allen so"



Es ist das gewohnte Bild der vergangenen Wochen, wenn in der Formel die schwarz-weiß karierte Flagge fällt: Ein Red Bull steht auf den Zeitenmonitoren ganz oben. Der Freitag in Suzuka war da keine Ausnahme. Sebastian Vettel beschloss dank einer Runde in 1:33.852 Minuten das Freie Training als schnellster Pilot und lag damit 0,168 Sekunden vor Teamkollege Mark Webber. Zufrieden war der Heppenheimer nicht oder "noch nicht ganz". Ich denke, wir können uns ein bisschen verbessern."

Seinen RB9 sieht er nicht perfekt auf die pfeilschnelle Bahn in Japan abgestimmt: "Das Auto ist gut, aber wir können es steigern. Wir versuchen das immer", erklärt Vettel und erkennt noch Luft nach oben - insbesondere, wenn es um die Pirelli-Pneus geht: "Es gibt immer Spielraum. Die Reifen zu schonen wird enorm wichtig sein. Weniger diese eine Runde für das Qualifying." Allen voran die Gummis auf der Hinterachse leiden in Suzuka, selbst am Red Bull gehen sie binnen weniger Runden ein.

Vettel hatte seine liebe Mühe mit den nachlassenden Walzen: "Auf dem Longrun ist es schwierig, die Rundenzeiten zu halten. Die Hinterräder lassen doch sehr stark nach, aber ich glaube, das geht heute allen so." In diesem Punkt wünscht der 26-Jährige dringende Verbesserungen seiner Ingenieure. Ob das Problem auch dann auftritt, wenn es am Samstag um die Pole-Position geht, ist Vettel allerdings schleierhaft: "Auf dem Shortrun?", überlegt er. "Im Qualifying-Trimm ist das schwierig zu sagen."

"Es gibt keine Garantien"

Das liegt auch daran, dass Vettel nicht dazu kam, eine aussagekräftige Referenzzeit mit wenig Sprit auf den Asphalt zu knallen. In seiner ersten schnellen Runde hatte er gelbe Flaggen im zweiten Sektor. "Ansonsten war das Auto ganz gut", fügt der Weltmeister hinzu. Er hätte die Krone zum vierten Mal gewonnen, würde sich das Trainingsergebnis mit Fernando Alonso auf Platz zehn am Sonntag wiederholen. "Klar, dass ihr auf so etwas schaut", flachst Vettel mit den Journalisten. "Ich schaue eher auf mich, auf mein Auto, die Reifen und so weiter."

Der Red-Bull-Star weiter: "Darum geht's an einem Freitag: Zu schauen, dass man das Wochenende gut vorbereitet. Das Ergebnis ist heute nicht so wichtig und sekundär. Natürlich ist es schön, wenn man ganz vorne steht und weiß, dass man ungefähr bei der Spitze dabei ist. Der Rest ist heute nicht so wichtig." Offenbar gelang nicht allen Piloten die Vorbereitung so gut, es gab in Japan zahlreiche Ausritte und Abflüge: "Die Strecke macht eigentlich immer Spaß. Es ist aber eine schwierige, für Fahrer und Reifen."

"Es wird knifflig, am Sonntag die beste Strategie zu finden", sucht Vettel nach Erklärungen. Der Überform des RB9, der seit dem Grand Prix in Spa-Francorchamps unantastbar wirkt und besonders in Suzuka zu erdrückender Dominanz auflaufen könnte, will er nicht blind vertrauen und weiter hart für den Erfolg schuften: "Sonst gibt es aber noch ein bisschen, was man hier und da rauskitzeln kann. Wir glauben an uns. Obwohl das Auto derzeit gut läuft, gibt es keine Garantie, dass wir uns auf das Auto verlassen und alles gut wird."

Fotoquelle: xpbimages.com

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