Die Boxencrew, die Alonso erwartet, war mit feuerfester Kleidung richtig ausgestattet

Formel 1 2013

— 12.10.2013

"Frustfreier" Alonso ätzt: "Seit vier Jahren hinter Red Bull!"

Der Spanier scheint von Ferraris Qualifyings die Nase voll zu haben, nennt Platz acht "die Erwartung" und ist angeblich nicht frustiert - Felipe Massa verteilt Tipps



Verkehrte Welt nicht nur bei Red Bull, sondern auch bei Ferrari: Felipe Massa beendete das Qualifying zum Japan-Grand-Prix in Suzuka am Samstag auf dem fünften Rang, Fernando Alonso wird das Rennen als Achter aufnehmen. Der Spanier wird sich auch sonst vorgekommen sein wie im falschen Film, schließlich blieb er sogar hinter Sauber-Überraschung Nico Hülkenberg und seinen naturgemäß hohen Erwartungen zurück. Oder doch nicht? "Es ist so gelaufen, wie wir es erwartet haben", sagt Alonso.

Der Ex-Weltmeister verweist auf die Ergebnisse der Freien Trainings, in denen sich seine Farben nicht mit Ruhm bekleckerten. Dass ihm Dauerrivale Sebastian Vettel trotz defektem KERS erneut um die Ohren fuhr, ist für Alonso "nicht mehr frustrierend". Offenbar sitzt der Stachel sehr, sehr viel tiefer. "Seit vier Jahren sind wir eine Sekunde hinter Red Bull. Wir waren Siebter in Südkorea, wir hatten das Tempo nicht und sind hier schon wieder fünf Tage später angekommen - wir erwarten keinerlei Wunder", beklagt sich der Mann aus Oviedo.

Es ist nicht ganz einfach, Alonso die folgenden Worte abzukaufen: "Es ist keine Überraschung, nicht frustrierend und im Moment nicht emotional. Es gibt am Samstag null Frustration mehr." Die Fahrer-WM hat der Ex-Champion vernünftigerweise abgehakt und schickt die Glückwunschkarte nach Heppenheim: "Gewinnt er nicht hier, dann in Indien oder Abu Dhabi", gratuliert er Vettel und weiß ganz genau: "Die Anzahl an Möglichkeiten, ihn am Titelgewinn zu hindern, schwindet ja zusehends." Lieber fasst Ferrari die Konstrukteurs-WM und den Kampf gegen Mercedes ins Auge.

Nicht so aggressiv, Fernando: Massas gute Tipps

Am Sonntag soll fleißig etwas dafür getan werden: "Wir fahren nicht, um irgendwelche Hoffnung am Leben zu erhalten, sondern, um so viele Punkte wie möglich zu holen und vor den Mercedes zu bleiben", erklärt Alonso. So gesehen könnte Massa vor der Nase doch noch wertvoll sein. Der Brasilianer schwimmt offenbar auf einer Erfolgswelle und schwärmt: "Suzuka ist eine fantastische Strecke und ich liebe es, hier zu fahren. Schon am Freitag und am Vormittag war ich mit der Balance sehr zufrieden. Ein guter Tag." Alonso lässt schon mal die Korken knallen.

Massa spricht sogar davon, dass er die Konkurrenz von Mercedes und Lotus am Samstag hätte attackieren können: "Vielleicht wäre es mit zwei frischen Reifensätzen möglich gewesen", erinnert er daran, dass er nur vier neue Pneus für das Finale in der Garage hatte. "Q1 lief auf der härteren Mischung nicht gut und ich musste auf Medium wechseln." Neben einer großen Portion Selbstvertrauen hat der 32-Jährige noch nützliche Tipps parat: "Fernando geht mit den Vorderreifen in der Regel aggressiv um. Vielleicht hat er deshalb Untersteuern in Sektor eins bekommen."

2013 im Qualifying auf verlorenem Posten

Massa weiter: "Aber er fährt eben so und andere Strecken kommen ihm deshalb mehr entgegen." Nichtsdestotrotz werde sein heimlicher Chef "im Rennen stark" sein. Davon ist auch Alonso selbst überzeugt und zählt die Stärken neben "einigen Schwierigkeiten" auf: "Die Starts, die Strategie, den Reifenverschleiß. Deshalb sind wir auch Zweiter in der Team- und Fahrerwertung." Erste Anzeichen für eine Aufholjagd will er im Freien Training ausgemacht haben: "Bei den Longruns gab es ein paar gute Indizien in Bezug auf den Reifenabbau. Wir versuchen, das zu nutzen."

So weit der Optimismus auch reicht: Beim Qualifying hört er auf. "Das wird sich in den verbleibenden Rennen nicht ändern, weil wir null neue Teile bekommen werden", pustet Alonso durch. Der designierte Nummer-eins-Pilot ist übrigens mit identischem Material wie Massa ins Qualifying gegangen, obwohl Ferrari am Auto des Südamerikaners das Auspuffsystem aus Silverstone und Monza ausprobierte. "Es gibt kleine Modifikationen, es waren aber nur Experimente, die nicht fürs Rennen sind. Die Autos waren identisch und bleiben es", so Alonso.

Fotoquelle: Ferrari

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