Paul Hembery hätte gerne grünes Licht für einen Regentest

Formel 1 2013

— 15.10.2013

Hemberys Regenwunsch: "In Bahrain wird der nicht kommen"

Noch immer drängt Pirelli auf Regentests, doch in Bahrain ist der nicht abzusehen - Motorsportchef Paul Hembery fasst Fiorano ins Auge



Es wäre das Horrorszenario für Pirelli: Die Formel 1 testet die neue Reifengeneration im Winter in der Sonne Bahrains und Spaniens - und beim zweiten Saisonrennen in Malaysia taucht ein Monsun die Strecke plötzlich unter Wasser. Praktisch ungetestet müssten die Teams dann auf die neuen Regenreifen vertrauen und würden sprichwörtlich ins kalte Wasser geworfen werden. Dass dies nicht im Sinne von Pirelli wäre, hat Motorsportchef Paul Hembery in den vergangenen Wochen schon mehrfach betont.

"Wir haben ein paar Probleme angesprochen, was Regentests angeht", erklärt der Brite. Denn schon im Simulator würden die Fahrer auch bei trockenen Bedingungen im dritten und vierten Gang über durchdrehende Räder klagen. Man kann sich gut vorstellen, dass dies im Nassen noch einen Zacken härter sein dürfte. "Wir finden, dass es wichtig ist, dass man da einen Blick drauf wirft", betont Hembery noch einmal.

Darum drängt der Reifenhersteller auch auf einen Test unter nassen Bedingungen, der bei den festgelegten Wintertestorten wohl eher nicht zu erwarten ist. "Wir werden in Bahrain nicht viel Regen bekommen. Es ist keine ideale Situation", klagt Hembery. "Regentests sind einer der schwierigeren Aspekte bei der Reifenarbeit, und die Formel 1 macht das nur noch schwieriger, weil die Zahl der verfügbaren Strecken deutlich eingeschränkt ist."

Regen kommt immerhin nicht einfach so von oben, wenn man ihn sich wünscht. Eine künstliche Bewässerung der Strecke bleibt somit die einzige Alternative. Doch wie soll man das anstellen? "Eine Formel-1-geprüfte Anlage mit Sprinklersystem hat glaube ich Fiorano", meint Hembery und könnte sich dort einen zusätzlichen Test vorstellen. Wassertrucks, die über die Strecke fahren, hält der Motorsportchef hingegen nur für bedingt tauglich. "Das ist nur für eine kurze Zeit gut, und dann können auch nur ein oder zwei Autos gleichzeitig auf der Strecke sein."

Doch ungeachtet der derzeit fehlenden Testmöglichkeiten arbeitet Pirelli weiter mit Hochdruck an neuen Regenreifen für 2014. "Wir arbeiten an Aquaplaning und ändern die Mischung, um die Lücke zum Intermediate zu schließen", bestätigt Hembery, und sieht schon das nächste Problem: "Wenn man das an einem 2011er Auto durchführt, dann kann man nicht diesen Drehmoment-Aspekt wiedergeben, der der dominierende Faktor im Regen sein könnte."

Denn das hohe Drehmoment, das die neuen Triebwerke auf die Hinterreifen geben werden, ist aktuell noch die größte Sorge im Hinblick auf die neue Saison. Auch unter trockenen Bedingungen soll es schwierig werden, die neue Power auf die Straße zu bringen. Bisher hat Pirelli nur die Daten der Teams zur Verfügung, doch ohne echten Test ist es für den Reifenhersteller trotzdem ein Sprung ins Ungewisse, der noch deutlich transparenter gemacht werden muss - auch im Nassen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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