Niki Lauda macht kein Geheimnis daraus, dass bei Mercedes nicht alles glatt lief

Formel 1 2013

— 15.10.2013

Lauda: "Wir hatten ein paar Probleme"

Niki Lauda gibt interne Ungereimtheiten zwischen Ross Brawn und Paddy Lowe zu und glaubt, dass der Teamchef mit einer 50-prozentigen Chance bei Mercedes bleibt



Die Fragen um Ross Brawn und dessen Zukunft bei Mercedes bleiben nach wie vor unbeantwortet. Anstatt sich aber zeitnah mit der Thematik auseinanderzusetzen, beharren die "Silbernen" weiterhin darauf, die abschließenden Gespräche über den Verbleib des "Superhirns" erst am Saisonende aufzunehmen. Niki Lauda, Aufsichtsratschef bei Mercedes, gibt nun zu, dass es interne Probleme zwischen Brawn und seinem potenziellen Nachfolger Paddy Lowe gegeben hat und dass die Chancen auf ein weiteres Jahr mit Brawn ausgeglichen sind.

"Es liegt jetzt nur an ihm. Ich würde sagen, die Chancen stehen etwa bei 50:50", erklärt Lauda gegenüber 'The Mirror'. "Wir hatten in der Vergangenheit ein paar kleine Probleme im Team, aber die sind jetzt geklärt." Zwischen Brawn und Lowe sowie jedem anderen im Team seien alle Unklarheiten beseitigt: "Er (Brawn; Anm. d. Red.) ist die klare Nummer eins. Ich habe versucht, ihn zu überzeugen. Ich möchte gerne, dass er bleibt", so Lauda. Die Entscheidung wird dennoch auf sich warten lassen müssen: "Wir werden am Ende der Saison noch einmal darüber reden."

Erst kürzlich hatte Brawn verkündet, dass er möglichst schnell klare Verhältnisse will: "Ich denke, wir brauchen eine ganz klare Definition darüber, wer hier das Sagen hat, und natürlich brauche ich diese Motivation, um weiterzumachen." Auch Ex-Formel-1-Pilot David Coulthard kann das Zeitspiel von Mercedes nicht ganz nachvollziehen: "Ich verstehe nicht, warum sie sagen, sie wollen das erst am Ende der Saison klären. Die ganze Sache kommt jetzt zum Vorschein, dann sollte sie auch jetzt aus der Welt geschafft werden", so der Schotte gegenüber 'BBC'.

Coulthard wundert sich indes über die deutlichen Worte Brawns: "Ross ist eigentlich ein Meister darin, derartige Wogen zu glätten. Er ist der ultimative Pokerspieler, und es ist normalerweise schon sehr schwierig zu erkennen, wenn er wütend ist. Diese Sache so öffentlich anzusprechen, bedeutet zweifellos, dass er glaubt, es gebe tatsächlich ein Problem." In den Augen Coulthards liegt es nun an einem anderen, die Dinge in die Hand zu nehmen: "Niki Lauda - der ist ein Typ, der sagt, was er denkt. Er muss diese Sache nun angehen und aus der Welt schaffen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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