Brawn würde gerne den zweiten Platz in der Teamwertung willkommen heißen

Formel 1 2013

— 22.10.2013

Mercedes: Brawn betont Arbeitsmoral und Entschlossenheit

Die "Silberpfeile" möchten Ferrari den zweiten Platz in der Teamwertung abluchsen - Hoffnung auf ein erfolgreiches Indien-Wochenende



Nach dem Rennen in Japan, das für Mercedes alles andere als gut gelaufen ist, freut man sich bei den "Silberpfeilen" auf den Großen Preis von Indien am kommenden Wochenende (25. bis 27 Oktober 2013). Als Ziel wird von der Mannschaft aus Brackley geschlossen der zweite Platz in der Teamwertung ausgegeben. Aktuell rangiert Mercedes mit 287 Punkten zehn Zähler hinter Ferrari (297 Punkte), doch die Arbeitsweise und die Moral in der Mannschaft stimmen Teamchef Ross Brawn positiv für den Saison-Endspurt.

"Ich freue mich auf die Reise nach Indien", gibt Nico Rosberg zu Protokoll. "Es ist ein faszinierendes Land und ich sehe oder erlebe jedes Mal, wenn ich für ein Rennwochenende dort bin, etwas Neues", sagt er. "Die Strecke ist eine echte Herausforderung und am Ende der langen Geraden gibt es gute Überholmöglichkeiten - das Rennen könnte also einiges an Spannung bieten. Die indischen Fans sind sehr leidenschaftlich und lernen die Formel 1 immer besser kennen."

"Hoffentlich haben sie an diesem Wochenende viel Spaß und feuern unser Team kräftig an", so Rosberg weiter. "Die zurückliegenden Rennen liefen für uns nicht wie erwartet und ich hoffe, dass wir hier ein gutes Wochenende haben können. Jeder im Team ist entschlossen, die Saison mit starken Ergebnissen abzuschließen und den Kampf um den zweiten Platz in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft fortzusetzen", zeigt sich der Deutsche optimistisch.

Hamilton ist vom Potential des Teams überzeugt

"Meine bisherigen beiden Besuche in Indien waren sehr schöne Erfahrungen", berichtet Teamkollege Lewis Hamilton. Im vergangenen Jahr kam der Brite auf Platz vier ins Ziel, 2011 wurde er Siebter. "Es ist ein äußerst lebendiges Land und die Unterstützung, die wir dort von den Fans erhalten haben, war stets fantastisch. Sie lieben Sport und es war wundervoll zu sehen, was für ein umfangreiches Wissen manche Fans, die ich getroffen habe, über die Formel 1 hatten. Ich hoffe wirklich sehr, dass die Menschen in Indien die Formel 1 in Zukunft noch weiter in ihr Herz aufnehmen werden", so Hamilton.

"Der Buddh International Circuit gefällt mir sehr gut", sagt Hamilton über den 5,125 Kilometer langen Kurs. "Die Strecke hat einen schönen Rhythmus und ich liebe die schnellen Kurven und hohen Geschwindigkeiten. Nach einigen schwierigen Rennen wollen wir in Indien ein stärkeres Wochenende zeigen. Ich weiß, dass jeder im Team sehr hart gearbeitet hat, damit wir bei den verbleibenden vier Rennen die bestmögliche Performance aus dem Auto herausholen können", betont Hamilton.

"Wir wissen, dass wir ein gutes Auto haben - wenn wir nun alle Teile zusammenfügen und ein gutes Wochenende haben können, besitzen wir das Potential, um noch vor dem Saisonende einige starke Ergebnisse einzufahren", ist Hamilton überzeugt.

Wird die harte Arbeit der "Silberpfeile" belohnt?

"Der Buddh International Circuit ist mit seiner Mischung aus langsamen Kurven und langen Geraden gleichermaßen eine Herausforderung für die Fahrer und die Ingenieure", weiß Teamchef Brawn. "Auf dieser Strecke erreichen die Autos auch eine der höchsten Durchschnittsgeschwindigkeiten des Jahres." Im vergangenen Jahr siegte Vettel mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 202,842 km/h.

"Nach zwei Besuchen in Indien hoffen wir, dass der Bekanntheitsgrad unseres Sports in diesem Land weiter ansteigt und sind gespannt auf die fantastische Unterstützung der indischen Fans", so Brawn weiter. Dabei betont der Brite die erneute Partnerschaft bei diesem Rennen mit Airtel, dem Titelsponsor des Großen Preises von Indien.

"Seit unserer Rückkehr aus Japan haben wir in den Werken in Brackley und Brixworth hart gearbeitet und die letzten Rennwochenenden genau analysiert", berichtet Brawn. "Mit dieser Arbeitsmoral und der Entschlossenheit aller in unserem Team, unbedingt den zweiten Platz in der Konstrukteurs-Wertung erreichen zu wollen, bin ich sehr zufrieden. Nico und Lewis waren in dieser Woche in der Fabrik, um unsere Vorbereitungen auf die kommenden beiden Rennen voranzutreiben und wir blicken gemeinsam der Herausforderung entgegen, mit beiden Fahrern ein starkes Ergebnis einzufahren."

Wolff: Podium als Zielvorgabe

Mercedes-Geschäftsführer Toto Wolff sagt: "Die vergangenen drei Rennen haben gezeigt, dass uns ein harter Kampf um den zweiten Platz in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft erwartet. Gleichzeitig haben wir aber auch gesehen, dass wir die nötige Performance besitzen, um unser Ziel zu erreichen, wenn wir das volle Potential unseres Autos ausschöpfen. Wir haben das enttäuschende Wochenende in Japan schnell hinter uns gelassen und konzentrieren uns voll auf die verbleibenden vier Saisonrennen."

"Unsere Ingenieure haben hart gearbeitet, um auch noch das letzte bisschen Performance aus dem Auto herauszuquetschen, und Nico sowie Lewis sind heiß darauf, starke Ergebnisse einzufahren", gibt sich der Österreicher kämpferisch. "Wir waren bislang in dieser Saison auf allen Streckentypen stark und somit gibt es für uns keinen Grund, eine der kommenden Strecken zu fürchten. Das gilt auch an diesem Wochenende in Indien, auf einer Strecke, die mit Kurve 10 eine der anspruchsvollsten Kurven des gesamten Jahres aufweist. Unser Ziel ist es, wie immer professionell zu arbeiten, die Performance beider Autos maximal auszunutzen und auf das Podium zu fahren."

Fotoquelle: Mercedes GP

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