Beim Young-Driver-Test erwiesen sich die Messsonden als zu ungenau

Formel 1 2013

— 22.10.2013

FIA in Not: Spritbegrenzung 2014 derzeit nicht kontrollierbar

Weil die Messsonden zu ungenau sind, kann die FIA mit aktuellen Mitteln das neue Spritspar-Reglement 2014 nicht kontrollieren - Nun hofft man auf Nachbesserungen



Durch das neue Motorenreglement droht der Formel 1 weiteres Ungemach. Die Aggregate sind nicht nur sündteuer und stehen wegen des Motorensounds in der Kritik, sie sorgen nun auch bei der FIA für Aufregung. Ursache: Das neue Reglement sieht vor, dass der Spritverbrauch in der kommenden Saison um 35 Prozent gesenkt wird - dann dürfen statt 160 nur noch 100 Kilogramm Sprit pro Grand Prix verwendet werden, bei einer maximalen Durchflussmenge von 100 Kilogramm pro Stunde.

Das will die FIA mittels Messsonde kontrollieren. Das Problem: Laut 'auto motor und sport' funktionieren diese vom britischen Hersteller Gill Sensors und HySpeed Calibration gebauten Messgeräte nicht so genau wie erforderlich. Das fand man dieses Jahr beim Young-Driver-Test in Silverstone heraus, wo die Sonden probeweise in den aktuellen V8-Saugmotoren zum Einsatz kamen und die Messergebnisse Abweichungen von 1,5 Prozent von der Realität aufwiesen. Die FIA akzeptiert aber höchstens eine Toleranz von 0,5 Prozent.

Daraufhin forderte der Automobil-Weltverband Nachbesserungen - die neue Version wird nun Ende Oktober geliefert. Wenn die Ergebnisse dann immer noch zu ungenau sind, steht die FIA vor einem Problem, weil sie das eigene Reglement nicht genau kontrollieren könnte.

Warum es überhaupt notwendig ist, die neue Spritbegrenzung über die Durchflussmenge zu kontrollieren? Im Qualifying gibt es keine maximale Benzinmenge - es könnte ohne begrenzte Durchflussmenge also passieren, dass die Hersteller ihre Motoren darauf auslegen, am Samstag deutlich mehr Leistung abzuliefern als am Sonntag.

Außerdem gelten die 100 Kilogramm bloß für das Rennen vom Start bis zur Zielflagge - die Teams müssen ihre Boliden aber mit mehr Benzin auftanken, da diese auch die Runde zum Startplatz, die Aufwärmrunde sowie die Runde zurück in die Box absolvieren müssen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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