Für Christian Horner zählt Vettel schon jetzt zu den Allzeitgrößen

Formel 1 2013

— 23.10.2013

Horner: Webber-Bilanz beweist Vettels Klasse

Christian Horner erklärt, warum Sebastian Vettel auf einer Stufe mit "Schumi" & Co steht, und wehrt sich gegen jene, die den Erfolg dem Red-Bull-Boliden zuschreiben



Die Pfiffe, mit denen sich Sebastian Vettel diese Saison nach souveränen Siegen konfrontiert sah, gingen dem Weltmeister nahe. Auch bei Red Bull überlegte man, was die Ursache für die negative Reaktion mancher Zuschauer war - hatte es etwas mit Vettels Foul gegen seinen Teamkollegen Mark Webber beim Grand Prix von Malaysia zu tun oder handelte es sich einfach um Ferrari-Fans, denen die Dominanz Vettels sauer aufstieß?

Fragen, die nach wie vor ungeklärt sind. Dennoch ist Vettels Teamchef Christian Horner nicht der Meinung, dass die Popularität seines Schützlings erst wieder steigt, wenn er möglicherweise eines Tages für die Scuderia antritt. Stattdessen werden die Leute "irgendwann erkennen, wie gut er ist", meint der Brite gegenüber 'Sport Bild'.

Horner: Vettel auch ohne Ferrari eine Legende

Um eine Legende zu werden, sei es nicht nötig, für Ferrari zu fahren: "Es gibt einige Fahrer, die nicht bei Ferrari gefahren sind und trotzdem als Legende gelten. Jackie Stewart hat all seine Weltmeisterschaften in einem Tyrrell gewonnen, Ayrton Senna alle Titel in einem McLaren. Jim Clark gewann nur im Lotus. Niemand hinterfragt den Fakt, dass sie nie Ferrari gefahren sind."

Für Horner ist Vettel, der in Indien seinen vierten WM-Titel in Serie sicherstellen kann, was bislang nur Schumacher und Fangio geschafft haben, bereits jetzt einer der ganz Großen: "Für mich steht er jetzt auf einer Stufe mit Juan Manuel Fangio, Jim Clark, Jackie Stewart, Ayrton Senna, Alain Prost und Michael Schumacher. Und neben all diesen Jungs, den Besten aller Zeiten, sitzt Seb sehr komfortabel."

Horner: Warum der Vettel-Erfolg nicht am Auto liegt

Das Argument der Konkurrenz, dass Vettel nur wegen des von Stardesigner Adrian Newey konstruierten Red-Bull-Boliden so gut sei, will der Teamchef nicht gelten lassen. Er verweist auf die Tatsache, dass Vettels Teamkollege Webber, der in seiner Red-Bull-Laufbahn nie Vizeweltmeister wurde, nicht die gleichen Erfolge hat: "Sebastian hat Mark im Qualifying dieses Jahr 14 Mal geschlagen und neun Siege geholt. Wenn es nur am Auto liegen würde, wären wir Erster und Zweiter in der Fahrer-WM. Das sind wir nicht."

Dennoch sei der "Aussie", der mit Saisonende seine Formel-1-Karriere beendet und mit Porsche in die Langstrecken-WM wechselt, "ein sehr guter Rennfahrer. Sein Ruf - bevor Vettel ins Team kam - war der eines kommenden Weltmeisters."

Beziehung zu Vettel "voller Liebe, Vertrauen und Respekt"

Und Horner hat auch noch ein zweites Argument, das Vettels wichtigen Beitrag zum Erfolg seines Teams beweist: "Toro Rosso hatte doch in der zweiten Jahreshälfte 2008 eigentlich dasselbe Auto wie Red Bull. Und sie waren schneller. Den größten Unterschied machte Sebastian. Er hat Dinge mit dem Auto angestellt, zu denen wir nicht in der Lage waren."

Fakt ist: Red Bull hat mit Vettel den vielleicht besten Fahrer seiner Generation entdeckt - doch wie will man dafür sorgen, dass der 26-Jährige dem Team nicht abhanden kommt? Horner glaubt nicht, dass es sinnvoll wäre, Vettel mit einem Rentenvertrag für die kommenden zehn Jahre an das Team zu binden: "Natürlich wäre ich glücklich, ihm einen zu geben. Aber ich sage Ihnen: Ein Vertrag ist wertlos, wenn beide Seiten sich nicht sowieso trauen und respektieren." Er vergleicht die Beziehung zu Vettel mit einer Ehe: "Und unsere ist voller Liebe, Vertrauen und Respekt."

Fotoquelle: Red Bull

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