Hülkenberg gibt die Marschrichtung vor: Force India muss nun zittern

Formel 1 2013

— 24.10.2013

Hülkenberg: "Warum sollen wir hier nicht auch schnell sein?"

Nico Hülkenberg rechnet damit, dass der Sauber-Aufwind weiterhin anhält und erklärt, warum er derzeit so stark ist und wieso es so lange gedauert hat



Der Sauber-Rennstall will seine Aufholjagd in der Konstrukteurs-WM auch in Indien fortsetzen. Während die direkten Rivalen Force India, Toro Rosso und Williams zuletzt kaum Punkte sammelten, schlug die Schweizer Truppe so richtig zu und liegt nun mit einem Rückstand von 17 Zählern auf Force India auf dem siebten WM-Rang. Toro Rosso hat man bereits überholt, auch McLaren ist nicht völlig außer Reichweite.

Nico Hülkenberg ist zuversichtlich, dass Sauber auch auf dem Buddh International Circuit glänzen kann: "Wir waren jetzt in den vergangenen vier Rennen auf ganz unterschiedlichen Strecken immer in den WM-Punkten - eigentlich gibt es keinen Grund zu denken, dass wir jetzt hier nicht ordentlich unterwegs sein sollten."

Hülkenberg: Jetzt nur nicht abheben..."

Dennoch dürfe man nun nicht überheblich werden: "Wir dürfen nicht erwarten, dass es ein Selbstläufer ist, dass wir Vierter, Sechster oder so werden. Dafür müssen wir hart arbeiten. Ich denke aber schon, dass wir - wenn wir gute Arbeit leisten - auch eine Chance auf Punkte haben."

Die Strecke ähnelt dem Kurs in Yeongam, wo der Mann aus Emmerich mit Platz vier sein bestes Saisonergebnis eingefahren hat. "Es geht auf jeden Fall in die Südkorea-Richtung", bestätigt er. "Der erste Sektor ist ziemlich ähnlich wie Südkorea, danach - in den Sektoren zwei und drei - gibt es schon einige schnelle und mittelschnelle Kurven. Der Asphalt ist anders - er ist sehr glatt und weich. Im Vorjahr war hier ein Stopp möglich, ob das dieses Jahr wieder so ist, werden wir sehen."

Warum Hülkenberg jetzt besser fährt

Hülkenberg befindet sich derzeit in absoluter Hochform. Wächst der Sauber-Pilot derzeit einfach über sich hinaus, oder hat er auch durch die Fortschritte bei seinem C32 an Selbstvertrauen gewonnen? "Das Vertrauen ist schon größer geworden, weil das Auto einfach berechenbarer geworden ist", gibt er zu. "Das Fenster, wo man pushen kann und das Auto funktioniert, ist größer geworden. Daher ist das ein ganz natürlicher Prozess, dass man sich als Fahrer dann wohler fühlt und leichter ans Limit gehen kann."

Der Bolide habe sich in allen Bereichen verbessert, meint er - und trauert den verlorenen Punkten in der ersten Saisonhälfte nach: "Jetzt wäre es natürlich interessant, noch einmal zu den Orten zurückzugehen, wo wir Anfang des Jahres Probleme hatten, um zu sehen, wie es dann laufen würde. Dann würde es glaube ich schon anders aussehen, und wir wären weiter vorne als zu Saisonbeginn."

Weshalb der Durchbruch lange auf sich warten ließ

Die Geduldsprobe war aber vor allem darauf zurückzuführen, dass es sich um komplexe Probleme handelte, die man erst einmal verstehen musste. "Und dann muss man den ganzen Prozess durchmachen, die nötige Arbeit leisten, um das zu beheben, was auch nicht immer im ersten Anlauf klappt", erklärt er. "Es hat ein bisschen gedauert, aber wir haben es noch abgefangen."

Gerade rechtzeitig, um sich für die Vertragsverhandlungen für die kommende Saison in eine günstige Position zu bringen. Hülkenberg ist derzeit bei Lotus und Force India im Gespräch - auch ein Verbleib bei Sauber ist nicht vollkommen ausgeschlossen. Ob ihn das an den Rennwochenenden ablenke? "Wenn ich hier bin, dann konzentriere ich mich voll und ganz auf das, was auf der Strecke los ist", verneint er. "Es macht zur Zeit wirklich viel Spaß, und für uns ist es wichtig, auf der Strecke die Resultate sprechen zu lassen - alles andere wird sich dann bei Zeit schon ergeben."

Fotoquelle: xpbimages.com

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