Paul Hembery will die Situation nicht mehr einfach hinnehmen

Formel 1 2013

— 25.10.2013

Keine Tests in Sicht: Pirelli droht mit Ausstieg

Pirelli droht mit einem Ausstieg, sollte man keine Testfahrten vor dem Winterauftakt in Jerez zugesichert bekommen - Paul Hembery pocht auf Menschenverstand



Pirelli wird langsam sauer: Da beim Thema Tests fr die kommende Saison weiterhin keine Fortschritte erzielt werden, droht der italienische Reifenhersteller jetzt sogar mit einem Ausstieg nach der aktuellen Saison. Pirelli-Prsident Marco Tronchetti Provera kndigte zuletzt an, dass er auf einen pltzlichen Ausstieg vorbereitet sei, wenn man keine Testmglichkeiten vor dem ersten offiziellen Wintertest in Jerez (28.-31. Januar 2014) erhalten sollte.

Durch die vernderten Rahmenbedingungen in der kommenden Saison bentigt Pirelli eigentlich dringend Testfahrten, um die eigenen Reifen perfekt darauf einzustimmen. Besonders der hohe Drehmoment der Motoren stelle fr die Pneus eine groe Herausforderung dar, die es einzudmmen gilt. Doch trotz der schwierigen Hintergrnde vermisst Pirelli Untersttzung bei ihrem Vorhaben. Eine Lsung fr die mangelnden Tests ist aktuell auch nicht in Sicht.

Fr den Reifenhersteller ist das Ende der Fahnenstange damit erreicht: "Basierend auf den Aussagen unseres Prsidenten, muss es ein paar Ausfahrten geben, sonst knnen wir keine Reifen liefern", betont Pirellis Motorsportchef Paul Hembery in Indien noch einmal mit Nachdruck. "Wir wollen einfach ein wenig gesunden Menschenverstand bei dem Thema - mehr nicht. Wir mssen Tests fahren, sonst werden wir keine Reifen fr das kommende Jahr bereitstellen knnen."

Nachdem Pirelli in diesem Jahr hufiger im Zentrum der Kritik stand, mchte man sich bei den Italienern nicht noch ein weiteres Jahr mit schlechter Presse herumrgern mssen. Eigentlich arbeitet man schon seit lngerem an den Reifen fr 2014, doch ohne ein fertiges Auto ist die Erprobung der neuen Pneus natrlich schwierig. Einzig aus den Daten, die die Teams zur Verfgung stellen, muss sich Pirelli neue Mischungen backen.

Natrlich wei man auch bei den Italienern, dass Testfahrten mit einem 2014er Auto derzeit nicht mglich sind. "Idealerweise wollen wir so schnell wie mglich ein Auto von 2014, aber die Teams haben Probleme, das Auto bis Jerez fertig zu bekommen", meint Hembery. Darum wrde er sich auch mit etwas anderem zufriedengeben: "Wir wollen das Nchstbeste haben - ein aktuelles Auto oder auch einen Boliden von 2011."

Bislang zeigte man sich von anderer Seite aber in keinster Weise kooperativ. Ein gemeinsamer Test in Brasilien nach der Saison ist genauso von Tisch wie ein McLaren-Test in Austin vor dem Groen Preis der USA. Hembery bezeichnete das Verhalten der Teams unlngst als "Paranoia". Sollte Pirelli seine Drohung wahr machen, dann msste sich die Formel 1 innerhalb krzester Zeit einen neuen Ausrster an Bord holen. Michelin hatte immer wieder Interesse signalisiert, doch auch fr die Franzosen drfte die Zeit uerst knapp werden.

Fotoquelle: xpbimages.com

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