Zu weit weg: Bei Mercedes herrscht aktuell noch viel Redebedarf

Formel 1 2013

— 26.10.2013

Großer Abstand für Mercedes: "Falschen Abzweig genommen"

Die Positionen stimmen, die Zeitenabstände nach vorne nicht: Für Mercedes gibt es noch viel zu verbessern, wenn man bald um den WM-Titel kämpfen will



Der Zug für Mercedes ist abgefahren: In der Fahrer-Weltmeisterschaft besitzen weder Lewis Hamilton noch Nico Rosberg rechnerische Chancen und in der Konstrukteurs-WM sollte dies nach diesem Wochenende nicht anders sein. Zwar konnte man sich im Vergleich zur Vorsaison deutlich verbessern, doch besonders ab der Sommerpause sah man kein Land mehr gegen Red Bull.

Auch in Indien zeigte sich das gleiche Bild: Zwar ist man mit Startplatz zwei und drei nominell gut aufgestellt, doch der Abstand nach vorne zu Sebastian Vettel spricht eine deutliche Sprache: Passiert nichts Unvorhergesehenes, dann dürfte Red Bull der Sieg morgen nicht zu nehmen sein. Für Mercedes gibt es also trotz der ersten Startreihe noch massig Luft nach oben. "Man muss einfach alles richtig hinbekommen", weiß Rosberg und sagt auch, dass den Silberpfeilen dies 2013 nicht gelungen ist.

"In diesem Jahr gab es ein paar kleine Dinge, bei denen wir einen besseren Job hätten machen können", sagt er und fordert Besserung: "Wir müssen aus den Dingen lernen, die nicht 100 Prozent richtig gelaufen sind." Zum Beispiel könnte man da auf das Thema Reifen pochen: Seit der Umstellung von Pirelli auf die neuen Konstruktionen konnte Sebastian Vettel sechs von sieben Rennen gewinnen.

Doch ob das der zentrale Punkt sei, da hat selbst Rosberg seine Zweifel: "Ich weiß nicht, ob es an den Reifen liegt. Wir haben ein gutes Verständnis davon. Ich persönlich habe ein paar Probleme, weil die Reifen ziemlich sensibel sind. Sie vertragen keine aggressiven Lenkbewegungen. Das war eine Schwierigkeit für mich." Doch die komplette Schuld auf die schwarzen Walzen zu schieben, will er nicht, dafür gibt es so viele andere Rädchen, die alle ineinandergreifen müssen.

"Der Spielraum ist heutzutage so klein. Wenn man einen Schritt in die richtige Richtung macht, schlägt sich das auch in den Resultaten nieder", beschreibt es Motorsportchef Toto Wolff. "Vielleicht haben wir einen falschen Abzweig genommen." Den bis zum Saisonende wieder in die richtigen Bahnen zu lenken, ist mit der aktuellen Form der Red Bull wohl ein Ding der Unmöglichkeit. Bei den Silberpfeilen setzt man daher alles auf die Karte der neuen Technologien in der neuen Saison.

Die Winterpause soll der Schlüssel zum erneuten Aufschwung der Marke mit dem Stern werden, wie sie es schon vor der aktuellen Saison war. "Ich denke in Sachen Wintervorbereitung haben wir im abgelaufenen Winter einen sehr soliden Job gemacht, um die massive Lücke zu schließen", erklärt Rosberg weiter. Beim Blick auf die Ergebnisse scheint dies neben Mercedes auch Ferrari und Lotus gelungen, doch je weiter das Jahr fortschritt, desto weiter fielen alle Parteien im Vergleich zu den Bullen zurück.

"Vielleicht ist es wieder die Entwicklung während der Saison, die ihre Stärke ist", stellt Rosberg dem Weltmeisterteam ein positives Zeugnis aus. "Es ist nicht unsere Schwäche, würde ich sagen - aber ihre Stärke. Sie machen wirklich einen herausragenden Job über den Sommer und Herbst." Es scheint, als habe Red Bull doch ein GPS-System in der Tasche, um sich immer den richtigen Weg weisen zu lassen...

Fotoquelle: xpbimages.com

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