Sebastian Vettel fuhr unbekümmert auf Sieg, doch an der Red-Bull-Box zitterte man

Formel 1 2013

— 27.10.2013

Lichtmaschine: Vettels Sieg hing am seidenen Faden

Sebastians Vettels Sieg beim Grand Prix von Indien, mit dem er seinen vierten WM-Titel unter Dach und Fach brachte, war bis zum Schluss eine Zitterpartie



Sebastian Vettel hat seinen vierten WM-Titel in Folge in der Tasche. Mit seinem zehnten Saisonsieg machte der Red-Bull-Pilot beim Grand Prix von Indien, dem viertletzten Rennen der Saison, vorzeitig alles klar. Doch es war bis zum Schluss eine Zitterpartie. Teamkollege Mark Webber, der Vettel als einziger im Kampf um den Sieg hätte gefährlich werden können, musste seinen RB9 mit defekter Lichtmaschine abstellen.

Vettel wurde daraufhin vom Team angewiesen, es ruhiger angehen zu lassen. Doch davon zunächst keine Spur. "Die schnellste Runde war heute eigentlich keine Option, nach dem was an Marks Auto passiert ist", sagt Red-Bull-Teamchef Christian Horner gegenüber 'Sky Sports F1'. "Wir waren natürlich besorgt, dass das Problem auch am anderen Auto auftreten könnte. Genau zu diesem Zeitpunkt fuhr Sebastian lilafarbene Sektoren (Bestzeiten; Anm. d. Red.). Da ging der Blutdruck natürlich schon nach oben."

So gab es unmittelbar nach Webbers Ausfall, der laut Horner "jetzt von Renault analysiert werden muss", einen Funkspruch ins Cockpit von Vettel, wonach dieser seine Trinkflasche nicht mehr verwenden solle. "Das Problem war die Lichtmaschine an Marks Auto", erklärt Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko gegenüber 'Sky'. "Wir haben dann halt an Sebastians Auto sukzessive elektrische Belastungen von der Lichtmaschine abgeschaltet und versucht, dass die Belastung für die Lichtmaschine in allen Bereichen soweit wie möglich reduziert wird, ohne dass die Rundenzeit zu sehr einbricht."

Vettel jedoch hielt sich zunächst nicht an die Anweisung. "Trotz der Probleme an Marks Auto musste er natürlich wieder die schnellste Runde hinknallen. Das hat das Ganze nicht gerade erleichtert", betont Marko. Nachdem Vettel zwischenzeitlich die schnellste Rennrunde innehatte, nahm sie ihm Lotus-Pilot Kimi Räikkönen im allerletzten Umlauf noch ab. Den Sieg aber brachte der alte und neue Weltmeister sicher nach Hause. Entsprechend groß die Freude im gesamten Red-Bull-Team. "Der heutige Tag war ein ganz großer für uns. Er war aber etwas erzittert nach dem Ausfall von Mark", gesteht Marko.

Fotoquelle: xpbimages.com

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