Sebastian Vettel hätte eigentlich direkt in den Parc ferme kommen müssen

Formel 1 2013

— 27.10.2013

Vettel-Burnouts: Geldstrafe und Verwarnung

Die Weltmeister-Burnouts von Sebastian Vettel haben ein Nachspiel: Die FIA zeigt Fingerspitzengefühl, verwarnt ihn und kassiert 25.000 Euro Strafe

Sebastian Vettel verliert weder Sieg noch WM-Titel, aber ganz ohne Nachspiel bleiben seine Burnouts nach dem heutigen Grand Prix von Indien nicht. Nach einer Anhörung des Rennsiegers und seines Teamchefs Christian Horner in Neu-Delhi entschieden die FIA-Kommissare um Tom Kristensen, eine Verwarnung (gegen Vettel) und eine Geldstrafe in der Höhe von 25.000 (gegen das Red-Bull-Team) auszusprechen.

Burnouts auf dem Hochhaus: David Coulthard macht den Vettel

Das Verständnis von Helmut Marko dafür hält sich in Grenzen: "Ich habe gehört, dass er wegen seinen Burnouts zu den Kommissaren muss. Ich finde das unglaublich", hatte der Red-Bull-Motorsportkonsulent schon vor der offiziellen Bekanntgabe geschimpft. "Niemand würde verstehen, wenn es eine Strafe gibt, die ihm den Sieg kosten könnte." Die gab es dann ja auch nicht; weil es Vettels erste Verwarnung der Saison ist, bleibt auch diese ohne Folgen.

Dass die FIA-Kommissare nicht einfach über den Regelverstoß hinwegsehen konnten, ist jedoch verständlich, schließlich können Regeln nicht grundlos gebrochen werden. Nach dem Rennen nicht in den Parc ferme zu kommen, gilt sogar als sehr ernstes Vergehen, weil so theoretisch versucht werden könnte, das Auto nachträglich zu manipulieren, etwa mit zusätzlichem Ballastgewicht. Das ist im von der FIA kontrollierten Parc ferme nicht möglich.

Also war die logische Konsequenz, dem Sportsgeist gerecht zu werden, indem eine Strafe mit Fingerspitzengefühl ausgesprochen wird, die Vettel nicht ernsthaft schadet. Denn der hatte nur mit allerbesten Absichten gehandelt: "Ich hatte nicht darüber nachgedacht", erklärte der nunmehr viermalige Weltmeister unmittelbar nach der Siegerehrung. "Es waren so viele Leute auf den Tribünen, ich musste es einfach tun! Es fühlte sich richtig an."

Dennoch gilt es, für die strengen FIA-Kommissare Verständnis aufzubringen: "Die machen auch nur ihre Arbeit, schätze ich", twittert der ehemalige Formel-1-Chefarzt Gary Hartstein in einer ersten Reaktion. "So bessern sie die Einnahmen der FIA auch noch ein bisschen auf. Das ist nur fair. Aber es war unabhängig davon eine ausgezeichnete Vorstellung von Seb!"

Fotoquelle: xpbimages.com

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