Muss Martin Whitmarsh wegen Ross Brawn um seinen Job fürchten?

Formel 1 2013

— 30.10.2013

Herbert: "McLaren sollte Whitmarsh durch Brawn ersetzen"

Ex-Formel-1-Pilot Johnny Herbert glaubt, dass McLaren mit Ross Brawn an der Spitze erfolgreicher wäre und der Brite mit Honda den Erfolg von 2009 wiederholen könnte



Ross Brawns Abschied von Mercedes deutet sich zunehmend an. Trotz der heftigen Dementis des Aufsichtsratsvorsitzenden Niki Lauda und Mercedes stimmte zuletzt auch der Ire Eddie Jordan in einem 'BBC'-Artikel, für den er mitverantwortlich zeichnete, in den Tenor ein, dass die Tage des Briten in Brackley mit Saisonende gezählt sein werden. Jordan, der gute Kontakte zu Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat, ist dafür berüchtigt, dass seine Prophezeiungen meist eintreten.

Sollte sich Brawn tatsächlich von Mercedes zurückziehen, dann nicht, weil er Formel-1-müde ist: Der 58-Jährige müsste sich kommende Saison damit arrangieren, dass Ex-McLaren-Technikchef Paddy Lowe der neue starke Mann im Mercedes-Technikbüro ist. Daher wurde er zuletzt immer wieder mit dem Comeback der einstigen Erfolgsehe McLaren-Honda 2015 in Verbindung gebracht.

Ein naheliegender Gedanke, denn Brawn arbeitete bereits in der Vergangenheit als Teamchef mit Honda zusammen, ehe sich die Japaner Ende 2008 aus der Formel 1 zurückzogen und der Mann aus Manchester mit seinem Brawn-Team Weltmeister wurde. Nun bringt Ex-Formel-1-Pilot Johnny Herbert eine neue Variante ins Spiel: Er schlägt McLaren vor, den aktuellen Teamchef Martin Whitmarsh durch Brawn zu ersetzen.

Diese Personalrochade "würde die Erfolgsaussichten deutlich verbessern", meint Herbert gegenüber 'Sky Sports News'. "Vor allem, wenn Honda kommt. Ross hat aus der Vergangenheit zu Honda eine Beziehung - natürlich hieß das Team dann Brawn, aber im Grunde konnte dieses Paket nur geschnürt werden, weil Honda das Geld dafür ausgegeben hat. Und die Erfolge aus Brawn-Zeiten könnten sie jetzt auch gemeinsam bei McLaren haben."

Von Whitmarsh, der seit Ron Dennis' Aus Ende 2008 in Woking die Zügel in der Hand hält, scheint Herbert nicht besonders viel zu halten: "Er musste in den vergangenen Jahren viel Kritik einstecken." Tatsächlich gelang es dem aktuellen McLaren-Teamchef bislang nicht, in seiner Ära einen WM-Titel einzufahren.

Nun deutet aber einiges darauf hin, dass McLaren in Zukunft wieder um größere Erfolge mitreden wird können: Das Team soll sich um die Dienste von Starpilot Fernando Alonso bemühen, mit der Rekrutierung von Red Bulls Aerodynamikchef Peter Prodromou und dessen Stellvertreter Dan Fallows möchte man die Technikabteilung zudem einer Blutauffrischung unterziehen. Und dann wären da noch die Honda-Millionen, die das Teambudget deutlich aufbessern werden. Man darf gespannt sein, wer die potenziellen Erfolge ernten wird.

Fotoquelle: xpbimages.com

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