Bernie Ecclestone macht künftige Indien-Grands-Prix von der Regierung abhängig

Formel 1 2013

— 31.10.2013

Ecclestone: Rückkehr nach Indien 2015 hängt an der Regierung

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone rät der indischen Regierung zum Umdenken, was die Steuerstrukturen angeht, damit der Grand Prix auch in Zukunft stattfinden kann



Nachdem in den vergangenen Wochen viel über die Zukunft des indischen Grand Prix spekuliert wurde, meldet sich nun der entscheidende Mann zu Wort. Weil das Rennen im kommenden Jahr aussetzen wird, hofft auch Formel-1-Boss Bernie Ecclestone - wie viele andere - auf eine Rückkehr an den Buddh International Circuit. Sogar eine Verlängerung des Fünfjahresvertrags kann er sich vorstellen. Die Voraussetzung sei allerdings, dass sich die indische Regierung für den Grand Prix entscheidet.

"Wir werden solange dort sein, wie uns die Leute dort haben wollen. Die Regierung sollte froh darüber sein, dass die Formel 1 nach Indien kommt, und sie unterstützen, wie das fast alle anderen Regierungen auf der Welt auch tun", findet Ecclestone. "Die Vorteile, die durch ein Rennen entstehen sind enorm, und Indien ist nun bereits eine Adresse im Motorsport. Die Formel 1 ist so groß wie eine Fußball-WM oder die Olympischen Spiele - nur dass sie das ganze Jahr über stattfindet."

Die indische Regierung sieht das Rennen derzeit nicht als Sportevent an, was etwa den Fahrern und den Teams ungewöhnliche Steuerlasten beschert. Ecclestone kann diese Denkweise nicht nachvollziehen: "Ich finde das alles sehr seltsam. Vielleicht sollte die Regierung mal über ihre Steuerstrukturen nachdenken. Dann sollten wir eigentlich 2015 wiederkommen." Sogar eine Vertragsverlängerung sei denkbar: "Wir würden gerne jenseits des Fünfjahresvertrags mit Indien planen", hierfür sei sogar eine Klausel zur Verlängerung im Kontrakt eingebaut. "Dazu müssen aber ein paar Probleme aus der Welt geschaffen werden", so der 83-Jährige.

Gewisse Schwierigkeiten habe der Veranstalter schließlich bereits beseitigen können: "Die Organisation des Events wird mit jedem Jahr besser, und soweit ich weiß, gab es keinerlei Beschwerden." Auch fast alle Fahrer hatten sich für eine Rückkehr nach Indien ausgesprochen. Zumindest die Eingliederung des Events in den Rennkalender sei kein wirkliches Problem, meint Ecclestone: "Wir werden da mit Jaypee (Veranstalter; Anm. d. Red.) eine Lösung finden. Das Wichtigste ist erst einmal, die Zukunft des Rennens zu sichern."

Derselben Meinung über sein persönliches Heimspiel ist auch Force-India-Teamchef Vijay Mallya: "Indien ist eine Wirtschaft, die nicht ignoriert werden kann, dieses Land hat ein enormes Potenzial." Der Inder ist zuversichtlich, dass die Formel 1 im Jahr 2015 nach Noida zurückkehren wird: "Leider findet das Rennen 2014 nicht statt, aber der Promoter hat mir und auch vielen indischen Fans in einem großen Interview persönlich versichert, dass das Rennen 2015 auf nachhaltiger Basis zurückkehren wird. Ich hoffe, es kommt zurück."

Fotoquelle: xpbimages.com

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