Rosberg hat den Klassenprimus nicht aus den Augen verloren

Formel 1 2013

— 02.11.2013

Mercedes süßsauer: Glückskeks Rosberg, Hamilton im Pech

Seinen Abflug führt der Brite auf einen Schaden am Auto zurück - Rosberg will die "unschlagbaren Red Bull" am Sonntag doch noch herausfordern



Obwohl das Qualifying in der Formel-1-Saison oft eine Domäne Lewis Hamiltons war, funkelte in der Nacht von Abu Dhabi der andere Stern heller: Nico Rosberg schlug dem Briten im Kampf um die Startplätze am Samstag ein Schnippchen, stellte seinen Mercedes auf Position drei und landete damit einen Rang vor dem Teamkollegen, der sein Auto beim abschließenden Versuch in Q3 wohl unverschuldet in die Auslaufzone feuerte. "Ich bin glücklich mit dem Resultat, völlig in Ordnung", sagt ein zufriedener Rosberg.

Schließlich lief damit alles nach Fahrplan für die Silberpfeile: "Der dritte Platz und damit 'Best of the Rest' - das ist das, was für das Wochenende unser Ziel gewesen ist - und das wird es auch am Sonntag sein", beschreibt der Wiesbadener die Wunderwaffen von Mark Webber und Sebastian Vettel als außer Reichweite, obwohl er den Klassenprimus zumindest ein wenig kitzelte: "Es war schön, die Red Bull im Qualifying ein bisschen zu ärgern, aber am Ende waren sie einmal mehr einfach zu schnell. Sie sind einfach unschlagbar im Moment", staunt Rosberg.

Der Deutsche bekommt den Mund kaum noch zu: "Das hat man heute wieder gesehen, eine halbe Sekunde ist einfach nicht machbar." Auch Hamilton hätte sich an solchen Zeiten wohl die Zähne ausgebissen, seinen Abflug in Q3 führt er jedoch auf einen technischen Defekt zurück. "Hinten rechts am Auto ist etwas gebrochen", beklagt sich der Ex-Weltmeister. "Ich fuhr durch die Schikane und als ich beschleunigte, flog ich ab. Ich hatte noch versucht, gegenzulenken, aber der Wagen hatte sich verselbstständigt. Ich gehe davon aus, dass etwas beschädigt ist."

Bläst Mercedes mit flachen Flügeln zum Angriff?

Mercedes-Aufsichtsrat Niki Lauda stützt die Theorie seines Piloten und will nicht von einem Fahrfehler sprechen: "Der Unterboden wurde untersucht, aber nichts gefunden", meint der Österreicher bei 'RTL', doch offenbar ist der Bolide nach dem Ausritt definitiv ramponiert: "Jetzt scheint etwas kaputt zu sein. Er kann nichts dafür." Die Suppe auslöffeln muss Hamilton trotzdem: "Es ist sehr schwierig, auf dieser Strecke zu überholen. Hoffentlich gelingt mir ein guter Start wie in Japan und ich kann die vorderen Positionen attackieren. Glücklicherweise bin ich nicht zu weit durchgereicht worden."

Rosberg plant ebenfalls, nach der grünen Ampel für Furore zu sorgen: "Ich will die Red Bull am Start ärgern, aber es wird sehr, sehr schwer", meint der zweimalige Saisonsieger und wittert Vorteile bei der Höchstgeschwindigkeit: "Wir haben an diesem Wochenende die Flügel anders als sonst flachgestellt. Das funktioniert gut ist auch gut für Sonntag, denn da habe ich viel mehr Tempo auf den Geraden und kann vielleicht schon in der ersten Runde einen Platz gutmachen." Einen kleinen Seitenhieb in Richtung des Mannes auf der Pole-Position kann er sich nicht verkneifen.

Er frötzelt: "Mit dem Pech, das Mark hat, ist es sehr wahrscheinlich, dass ich ihn mit schnappen werde, weil er das Ziel wahrscheinlich nicht sehen wird. Dann fehlt nur noch einer, vielleicht bekomme ich den auch noch irgendwie." Die Rede ist natürlich von Vettel. Noch wichtiger aber ist für Rosberg die Konstrukteurs-WM: "Das zählt für uns und wir besetzen die zweite Reihe der Startaufstellung. Lotus ist schon etwas zurück, aber Ferrari ist unser direkter Wettbewerber. Sie liegen deutlich hinter uns. Das sieht gut aus und freut mich sehr."

Fotoquelle: xpbimages.com

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