Die Besitzverhältnisse beim Team Lotus sind derzeit völlig unklar

Formel 1 2013

— 05.11.2013

Lotus: Ist Quantum wirklich seriös?

Am angeblichen Einstieg der Investorengruppe Quantum beim Formel-1-Team Lotus bestehen Zweifel: Team immer noch fest in Lopez-Hand



Lotus ist gerettet, die Schulden werden beglichen, Kimi Räikkönen sofort bezahlt und Nico Hülkenberg für 2014 an Bord geholt. Mit diesen klaren Ansagen rückte sich Mansoor Ijaz am Sonntag des Abu-Dhabi-Rennwochenendes in den Fokus der Öffentlichkeit. Die Versprechen des Frontmanns der Investorengruppe Quantum, die unter dem Namen Infinity bereits im Juni einen Vertrag über den Kauf von 35 Prozent an Lotus geschlossen hatte, klingen derzeit nach. Es kommen Zweifel auf.

Mindestens an drei Stellen gibt es noch Unklarheiten: Anteilsübernahme, Hülkenberg-Verpflichtung und Hintergrund der Quantum-Verantwortlichen. Ijaz hatte am Sonntag in Abu Dhabi klar geäußert, dass der Kaufpreis nach vielen Schwierigkeiten beim Transfer einer solchen Geldsumme mittlerweile auf den Konten des Teams sei. Somit wäre der Deal vom Juni abgeschlossen, 35 Prozent des Teams - wie es auf Ijaz' Wikipedia-Seite dargestellt ist - wären somit endgültig in der Hand von Quantum. Aber stimmt dies?

'Motorsport-Total.com' fragte offiziell beim Team um die aktuellen Besitzverhältnisse an. Die konkrete Frage: "Stimmt es, dass nun 35 Prozent des Teams im Besitz von Quantum Racing sind?" Es folgte eine ausweichende Antwort: "Wir können zum aktuellen Zeitpunkt keine Information diesbezüglich herausgeben und dies nicht kommentieren." Also scheint doch noch nicht alles klar. Es muss auch gute Gründe haben, warum Hülkenberg und sein Management in dieser wichtigen Transferphase weiter abwarten.

"Der Vertrag ist vorbereitet. Es kann losgehen. Nico will kommen. Es ist nur eine Frage von wenigen Stunden oder Tagen, bis alles unter Dach und Fach ist", hatte Ijaz im Fahrerlager von Abu Dhabi getönt. Eigentlich hätte im Hülkenberg-Lager Jubelstimmung ausbrechen müssen, denn rein sportlich dürfte Lotus die beste Option für den Emmericher darstellen. Allerdings hat offenbar auch Hülkenbergs Manager Werner Heinz seine Zweifel am Quantum-Deal.

"Nichts, aber auch gar nichts will ich dazu sagen", erklärt der erfahrene Fahrermanager auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com', ob aufgrund der Quantum-Versprechen nun ein Lotus-Deal sicher sei. Auch Heinz wird sich im Rahmen der Möglichkeiten über Mansoor Ijaz und das Quantum-Konstrukt informiert haben. Wie 'sportbild.de' berichtet, ist der Leumund des US-Amerikaners mit pakistanischen Wurzeln zweifelhaft. Es gibt Berichte über Scheinunternehmen, Kreditbetrug und weitere dunkle Machenschaften von Ijaz.

Fotoquelle: xpbimages.com

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