Ferrari hat seine vielversprechende Form vom Saisonbeginn nicht halten können

Formel 1 2013

— 07.11.2013

Ferrari "in der Evolution verlaufen"

Bis zum Grand Prix in Silverstone durfte Ferraris Stefano Domenicali noch auf die Weltmeisterschaft hoffen, dann habe sich das Team in technischer Hinsicht verrannt



"Unsere Chancen, um den WM-Titel mitzufahren, sahen nicht bel aus" - Die Saison hatte eigentlich vielversprechend begonnen fr Ferrari: In den ersten fnf Rennen holte Fernando Alonso noch zwei Siege - dabei sollte es allerdings auch bleiben. Wenig spter reichte es nmlich nicht mehr fr Hauptkonkurrent Red Bull; Alonso wurde anschlieend lediglich noch viermal Zweiter hinter Sebastian Vettel. In den Augen von Teamchef Stefano Domenicali hat sich die Scuderia seit dem achten Saisonrennen in Silverstone verrannt, von da an ging es bergab.

"Dafr gab es zwei Grnde", resmiert der Italiener gegenber 'Die Welt'. "Erstens haben wir das Auto nicht in die richtige Richtung weiterentwickelt. Das Grundkonzept war vielversprechend, aber in der Evolution haben wir uns irgendwann verlaufen. Der zweite Punkt, der uns 2013 ins Hintertreffen gebracht hat, war der Wechsel der Reifenkonstruktion mitten in der Saison. Wir haben auf diese Umstellung nicht so gut reagiert wie unsere Hauptgegner. Es ist uns nicht gelungen, unser Auto gut an den neuen Reifentyp anzupassen."

Entscheidender sei jedoch der erste Grund gewesen, dass Ferrari bei der Fahrzeugentwicklung seit Silverstone nicht mehr viel richtig gemacht hat: "Das war beim Groen Preis von Grobritannien. Wir kamen mit umfangreichen Updates zum Rennen und mussten feststellen, dass wir uns in technischer Hinsicht verrannt hatten. Auf einer Strecke, auf der wir immer konkurrenzfhig waren, war unsere Leistung enttuschend. Fr mich war das der entscheidende Wendepunkt in dieser Ferrari-Saison."

So gesehen war das Jahr 2013 in Summe natrlich eine herbe Enttuschung fr den Traditionsrennstall, fr den stets nur der Titel gut genug ist: "Gemessen an unseren Ambitionen hat Ferrari unseren beiden Fahrern nicht das beste Auto zur Verfgung gestellt. Die Leistungen in den Rennen waren gar nicht so schlecht, aber das bedeutet natrlich nicht, dass wir mit der Saison 2013 zufrieden sein knnen", findet Domenicali.

Fotoquelle: xpbimages.com

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