Nico Hülkenberg würde sich nicht dazu herablassen, sich irgendwo einzukaufen

Formel 1 2013

— 07.11.2013

Hülkenberg: Als Fahrer Geld zu bezahlen, ist falsch

Nico Hülkenberg glaubt, dass er seine Ziele allein durch sein Talent erreichen kann und würde sich auch im Nachhinein keinen Geldgeber suchen, der ihm hilft



Nico Hülkenberg spricht sich deutlich wie nie gegen ein altbekanntes Phänomen der Formel 1 aus, das in letzter Zeit beängstigende Ausmaße angenommen hat: Paydriver. Viele kleinere Teams sind heutzutage aufgrund der schwierigen finanziellen Situation in der Königsklasse darauf angewiesen, Fahrer zu verpflichten, die große Summen mitbringen. Die Konsequenz: Jene Teams überleben zwar, aber es fahren nicht mehr die besten Piloten der Welt in der Formel 1. Für Hülkenberg sei das der falsche Weg.

Aktuell ist der Sauber-Pilot selbst vom Paydriver-Problem betroffen. Lotus will ihn, er würde gern zu Lotus - allerdings hat das Team aus Enstone große finanzielle Sorgen und sogar ernsthafte Schwierigkeiten mit den Gehaltszahlungen seines Fahrers Kimi Räikkönen. Sollte der neue Investorendeal mit Quantum scheitern, ist man vermutlich darauf angewiesen, Pastor Maldonado zu verpflichten, der saftige Staatsgelder aus Venezuela mitbringen würde.

Hülkenberg hingegen hat keinen großen Geldgeber im Rücken, besitzt lediglich einen normalen Sponsorenvertrag, der ihm selbst gewisse Einnahmen beschert: "Dekra ist nur mein persönlicher Sponsor, da gibt es keinen Geldgeber im Hintergrund, kein Geld für das Team", betont er gegenüber 'GPWeek'. Dennoch ist der Emmericher mittlerweile ein Großer im Motorsport.

Doch obwohl der 26-Jährige sein Talent bereits bewiesen hat und es ohne Gelder in die Formel 1 geschafft hat, würde er sich niemals im Nachhinein einen großen Sponsor suchen, um zu einem anderen Team wechseln zu können: "Das ist nicht meine Mentalität. Für mich ist das ab dem Moment falsch, in dem ein Team erwartet, dass ich ihm Geld bezahle, um das zu tun, was ich am besten kann. Ich werde das nicht tun, das ist nicht der richtige Weg."

Dann gehe Hülkenberg schon lieber den traditionellen Weg durch die Königsklasse: "Es ist erst mein drittes Jahr, ich bin immer noch relativ frisch in der Formel 1. Und es ist sehr selten - außer Lewis (Hamilton; Anm. d. Red.) fällt mir keiner ein -, dass jemand in die Formel 1 kommt und direkt bei einem Topteam mit einem konkurrenzfähigen Auto landet."

"Die meisten Fahrer müssen sich das erst nach und nach verdienen und hart dafür kämpfen." Hülkenberg denkt, dass er genau das mittlerweile getan hat, auch wenn es für den Wechsel zu einem Topteam noch nicht reichen sollte: "Vielleicht ist die Zeit noch nicht gekommen, aber ich glaube, dass meine Leistungen zeigen, dass ich bereit wäre, gute Ergebnisse zu liefern." Leider ist die Leistung auf der Strecke in diesen Tagen nicht alles...

Fotoquelle: Sauber

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