Renault erwartet aus Motorensicht ein schwieriges Rennen in Austin

Formel 1 2013

— 13.11.2013

Renault: Texanische Luft kann zu Fehlzündungen führen

Renault-Einsatzleiter Remi Taffin weiß, dass in Austin keine einfachen Umstände für die Formel-1-Motoren warten und mahnt zu großer Sorgfalt



Texas stellt die Formel-1-Motoren vor große Herausforderungen - das glaubt zumindest Renault-Einsatzleiter Remi Taffin. Laut dem Franzosen sind dafür sowohl die äußeren Bedingungen im trockenen US-Staat als auch die speziellen Streckeneigenschaften des Circuit of The Americas verantwortlich. Dennoch freut er sich auf das vorletzte Rennen mit V8-Motoren bei einem attraktiven Gastspiel.

"Obwohl das Formel 1-Rennen im texanischen Austin noch neu ist im Grand Prix-Kalender, so dürfen wir eines sicherlich feststellen: Für Fahrer und Teams zählt es bereits zu den beliebtesten Saisonläufen", meint Taffin. "Die Stadt ist fantastisch und die Strecke eindrucksvoll - wir haben uns sofort sehr willkommen gefühlt. Das Layout des Kurses bietet einen anspruchsvollen Mix aus technisch schwierigen Kurvenkombinationen und sehr herausfordernden externen Faktoren." Zudem sei die Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von nahezu 200 Km/h ist ziemlich schnell.

"Unsere Renault-Motoren arbeiten fast durchgehend im mittleren bis oberen Drehzahlbereich", erklärt Taffin. Das führt unter anderem zu einem hohen Spritverbrauch, wie Renault bereits 2012 feststellen konnte: "Im vergangenen Jahr sorgten die vergleichsweise kühlen Außentemperaturen für einen höheren Kraftstoffverbrauch - ein Effekt, den die Höhenunterschiede der Strecke und der Stop-and-go-Charakter des letzten Sektors zusätzlich verstärken." Das sei der Grund, warum die Benzinladung zu Beginn des Rennens zu den "schwersten des ganzen Formel-1-Jahres" zählt. Ein Formel-1-Wagen verfeuert demnach 67 Liter Benzin auf 100 Kilometer und verliert dadurch jede Runde 2,6 Kilogramm.

Dennoch stellt eher die geographische Lage des Kurses inmitten des texanischen Weidelands die Aggregate vor besondere Aufgaben, erklärt Taffin: "Die geringe Luftfeuchtigkeit entspricht in etwa den trockenen Konditionen von Abu Dhabi und Bahrain. Dies wirkt sich gleich zweifach auf die Motoren aus: Einerseits transportiert die Luft einen höheren Sauerstoffgehalt, was zu höherer Leistungsentwicklung führt. Andererseits - und dieser Nachteil wiegt schwerer - fördert die trockene Luft den Verschleiß."

"Wird dieser Umstand bei der generellen Abstimmung der V8-Aggregate nicht ausreichend berücksichtigt, kann es hierdurch sogar zu Fehlzündungen kommen. Auslöser dieses fatalen Phänomens ist ein ungewöhnliches Verbrennungsverhalten innerhalb der Zylinder, das die Kolben besonders belastet. Um dies zu verhindern, müssen wir die Zündzeitpunkte sehr sorgfältig einstellen", erklärt der Motorenspezialist. Der Circuit of The Americas zähle auch deshalb zu jenen Strecken, auf denen Renault besonders eng mit den Chassis-Ingenieuren zusammenarbeiten müsse.

Trotz - oder gerade wegen - dieser speziellen Anforderungen in den USA blickt Taffin mit Spannung auf das anstehende Rennwochenende: "Alles in allem freuen wir uns auf den vorletzten Saisonlauf. Noch stehen zwei Grands Prix aus, bevor unser erfolgreicher Achtzylinder in den Ruhestand geht. Gerade in der zweiten Hälfte des Jahres ist es uns gelungen, mit unserem Motor noch einige bemerkenswerte Rekorde aufzustellen." Renault hatte so etwa den 50. Formel-1-Sieg mit einem RS27 erreicht.

Fotoquelle: xpbimages.com

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