November 2012: Formel-1-Premiere in Austin vor vollen Tribünen

Formel 1 2013

— 13.11.2013

Austin: Große Vorfreude auf die Rückkehr

Die zweite Auflage des US-Grand-Prix in Austin wird von der gesamten Formel-1-Gemeinde sehnsüchtig erwartet - Strecke und Drumherum einzigartig



Beim Gedanken an Austin geraten Formel-1-Piloten und Teamverantwortliche ins Schwärmen. Zum einen sticht der von Hermann Tilke konzipierte Circuit of The Americas (CoTA) aufgrund seines abwechslungsreichen und herausfordernden Layouts aus der Masse der Grand-Prix-Kurse heraus, zum anderen bietet die Innenstadt von Austin allerlei Vergnügungsmöglichkeiten, die auch von der Formel-1-Gemeinde gern in Anspruch genommen werden.

Im Vordergrund steht natürlich die im Südosten der texanischen Hauptstadt aus dem Boden gestampfte 5,513 Kilometer lange Rennstrecke mit 20 Kurven. "Die Strecke ist einfach spitze. Als erst einmal etwas Grip da war, war der Kurs wirklich toll zu fahren. Ich freue mich schon darauf, wieder dorthin zu fahren", erinnert sich Lewis Hamilton, der die Formel-1-Premiere auf dem CoTA vor zwölf Monaten für sich entschied.

Sebastian Vettel, im Vorjahr Zweiter hinter Hamilton, charakterisiert: "Die Strecke ist schwierig und weist ein paar anspruchsvolle Passagen auf. Es gibt schnelle und langsame Kurven. Es war schön, dort im vergangenen Jahr auf dem Podest zu stehen. Und es war mal toll, einen etwas anderen Hut (Cowboyhut; Anm. d. Red.) zu tragen. Wir werden versuchen, das zu wiederholen."

Vettels Red-Bull-Teamkollege Mark Webber kommt beim Gedanken an Austin aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus: "Texas ist riesig. Das Layout der Rennstrecke ist phänomenal, da wurde wirklich sehr gute Arbeit geleistet. Der erste Sektor ist einfach unglaublich." Daniel Ricciardo, der für die kommende Saison Webbers Red-Bull-Cockpit übernimmt, stimmt zu: "Die Strecke selbst ist sehr gut. Die Begeisterung der Zuschauer im Vorjahr war einfach unglaublich. Während der Fahrerparade standen die Leute auf den Dächern ihrer Motorhomes und winkten uns zu. Das erinnerte mich sofort an die NASCAR-Übertragungen im Fernsehen."

Alonso nicht nur mit guten Erinnerungen, Grosjean unbesorgt

Ferrari-Pilot Fernando Alonso teilt die Begeisterung, hat aber nicht nur positive Erinnerungen an die Austin-Premiere: "Der Kurs war schon in der vergangenen Saison toll zu fahren, obwohl es mit dem neuen Asphalt ein paar Probleme mit dem Grip gab. Auch die Reifen funktionierten nicht so toll. Ich habe damals acht Runden in Q3 gedreht, um die beste herauszuholen. Hoffentlich ist es diesmal normaler."

Lotus-Pilot Romain Grosjean meint: "Die Strecke ist gut, obwohl wir Probleme mit dem fehlenden Grip hatten. Doch nachdem dort viele Rennen stattgefunden haben, sollte er vorhanden sein. Das Layout ist toll und verkörpert eine Auswahl der besten Passagen, die wir kennen." Für McLaren-Pilot Jenson Button ist Austin "eine klasse Strecke. Sie ähnelt dem Kurs in Indien. Es ist auf jeden Fall eine der besseren neuen Strecken, denn sie ist flüssig zu fahren im ersten Sektor. Es gibt auch ein paar langsame Ecken, in denen du überholen kannst - einfach eine gute Strecke".

Während der Großteil des Starterfeldes den CoTA aus dem Vorjahr kennt, ist die Anlage für Williams-Rookie Valtteri Bottas absolutes Neuland. "In Austin bin ich noch nicht gefahren. Dieser Kurs ist neu für mich, sieht aber sehr cool aus. 2012 war die Strecke zu Beginn des Wochenendes wohl noch sehr rutschig. Das lag am neuen Asphalt. Wir haben aber gutes Racing gesehen. Das Layout sieht sehr gut aus. Ich freue mich daher schon sehr darauf", so der Finne.

Atmosphäre in Austin einzigartig

Doch nicht nur die spektakuläre Strecke, auch das Drumherum in Austin hat es der Formel-1-Gemeinde angetan. "Die Atmosphäre in der Stadt war klasse. Es fühlte sich ein bisschen so an wie in Montreal. Die Show war toll", sagt Vorjahressieger Hamilton. In diesem Zusammenhang wirft Grosjean ein "Die Bars sind gut, habe ich gehört" und findet damit die Zustimmung von Webber: "Die Atmosphäre in der Innenstadt von Austin war toll. Ich habe dort viele Freunde und komme gerne zu diesem Rennen. Es ist eine meiner Lieblingsstationen."

Auch Ricciardo fand großen Gefallen an der Austin-Premiere im November des vergangenen Jahres. "Ich habe es wirklich genossen. Es war meine erste Reise nach Amerika überhaupt und sie hat Spaß gemacht. Die Leute waren sehr, sehr freundlich. Die Stadt ist cool. Ich liebe die gesamte Musikszene und möchte dort irgendwann mehr Zeit verbringen, möchte einfach ein amerikanisches Bier genießen und einen Abend lang Amerikaner sein."

"Im vergangenen Jahr war es fantastisch", erinnert sich auch Weltmeister Vettel. "Um ehrlich zu sein: Wir wurden alle sehr überrascht. Bis dahin hatte die Formel 1 ja einen recht schweren Stand in den USA. Die gesamte Stadt hat diesen Grand Prix gelebt. Du konntest dieses spezielle Gefühl regelrecht erkennen. Alle haben sich auf die Veranstaltung gefreut."

Nico Rosberg stimmt zu: "Austin zählt zu meinen Lieblingsrennen. Es ist eine coole Strecke bei einer großartigen Stadt. Irgendwie ist es ein einmaliger Ort. Das Rennen war auch unheimlich gut besucht. Das ist einfach fantastisch. Wir alle wussten ja nicht, was wir erwarten konnten. Die Strecke war aber ausverkauft. Hoffentlich geht es so weiter."

Auch für Williams-Pilot Pastor Maldonado ist Austin eine "tolle Strecke, eine tolle Stadt und ein tolles Rennen. Wir alle lieben dieses Wochenende. Es ist eines der besten im gesamten Jahr." Ferrari-Pilot Felipe Massa, der für die kommende Saison das Williams-Cockpit von Maldonado übernimmt, bläst ins gleiche Horn. "Eine sehr schöne Strecke, eine sehr schöne Stadt. Ich liebe Land und Leute. Hoffentlich gibt es ein schönes Rennen", so das Austin-Urteil des Brasilianers im Vorfeld der zweiten Auflage.

"Die US-Kultur ist offener, wenn es um den Zugang für Fans geht. Ich will das Wochenende und die Stadt genießen", sagt Massas Ferrari-Teamkollege Alonso. McLaren-Pilot Button stellt heraus: "Ich hoffe, dieses Rennen wächst weiter und wird zu einer festen Instanz. Die Formel 1 hatte es in den USA ja schon immer schwer. Es sieht nun aber sehr gut aus." Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff geht angesichts der erfolgreichen Premiere im November 2012 noch einen Schritt weiter und beginnt zu träumen: "Wir würden uns mehr Grands Prix wie Austin wünschen. Das wäre spannend."

"Heimspiel" für die Mexikaner

Aufgrund der Nähe zur mexikanischen Grenze ist auch für die zweite Auflage des Grand Prix der USA in Austin eine große Zahl mexikanischer Formel-1-Fans auf den Tribünen zu erwarten. Aus diesem Grund freuen sich Sergio Perez und Esteban Gutierrez noch ein bisschen mehr als der Rest des Starterfeldes, ist Austin für sie doch so etwas wie der Heim-Grand-Prix.

"Austin ist nicht weit weg von meiner Heimat", sagt Noch-McLaren-Pilot Sergio Perez. "Ich freue mich, dorthin zu reisen. Ich rechne fest damit, dass viele Mexikaner den Weg dorthin auf sich nehmen. Das ist immer etwas Besonderes. Ich rechne damit, dass es auch 2013 etwas Spezielles für mich sein wird, dort zu fahren."

Gutierrez, der für Sauber ins Lenkrad greift, war bei der Austin-Premiere vor zwölf Monaten noch nicht mit von der Partie und hält daher fest: "Ich freue mich sehr. Es wird eine großartige Erfahrung, das Erlebte mit all den mexikanischen Fans und Freunden vor Ort zu teilen. Ich bin sicher, dass mich ganz besondere Gefühle erwarten, vielleicht die herausragendsten meiner Karriere. Es wäre großartig, wenn es mir gelingt, dort etwas zu erreichen."

Für die beiden Mexikaner könnte das kommende Wochenende diesbezüglich die vorerst letzte Gelegenheit darstellen, denn für die Saison 2014 verfügen derzeit weder Gutierrez noch Landsmann Perez über ein festes Cockpit und auch die Bemühungen, den Grand Prix von Mexiko in den Rennkalender zurückzuholen, sind aufgrund baulicher Verzögerungen am Autodromo Hermanos Rodriguez in Mexico City massiv ins Stocken geraten.

Fotoquelle: xpbimages.com

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