Perez und Whitmarsh gehen bald getrennte Wege, sind sich aber in der Sache einig

Formel 1 2013

— 17.11.2013

Perez und Whitmarsh kontern Ramirez

Sergio Perez und Martin Whitmarsh reagieren auf die jüngste Kritik von Jo Ramirez - Der baldige Ex-McLaren-Pilot lotet seine Zukunftsoptionen aus



Für Sergio Perez kommt es in diesen Tagen knüppeldick. Erst verlor der Mexikaner nach nur einer Saison sein Cockpit bei McLaren und wird für durch Rookie Kevin Magnussen ersetzt. Dann ging Manager-Legende Jo Ramirez mit Perez hart ins Gericht, unterstellte ihm Arroganz und sieht darin den Grund für das Ende seiner Zeit in Woking.

Bei McLaren ist man nun natürlich bemüht, die Worte des langjährigen McLaren-Teammanagers Ramirez ins rechte Licht zu rücken. "Ich möchte nicht irgendwie schlecht über Jo reden", will der angegriffene Noch McLaren-Pilot Perez kein zusätzliches Öl ins Feuer zu gießen und stellt klar: "Wenn jemand, der das Team bei allen 20 Rennen begleitet, so etwas gesagt hätte, dann würde mir das zu denken geben, denn das ist ganz sicher nicht das Image, das ich abgeben möchte."

Teamchef Whitmarsh, der Perez den Laufpass gab, führt an: "Ich kenne Jo inzwischen seit 25 Jahren und schätze ihn sehr. Bei dieser Sache liegt er aber komplett daneben." So könne man laut Whitmarsh "jeden bei McLaren und jeden im Fahrerlager fragen. Jeder wird bestätigen, dass Checo sehr beliebt ist". Grund: "Er ist ehrlich zu sich selbst und hinterfragt seine eigene Leistung, wenn es mal nicht nach Plan läuft."

Formel-1-Zukunft für Perez ganz oben auf der Agenda

Seine Ehrlichkeit belegt Perez damit, indem er sagt: "Wenn ich McLaren kritisieren wöllte, dann würde ich das tun. Ich verlasse das Team ja ohnehin. Doch das ist nicht meine Art. Ich habe wirklich einen guten Eindruck vom gesamten Team, angefangen bei Martin bis hin zu jedem einzelnen Mechaniker. Ich komme mit allen gut aus."

"Vom ersten Tag an wurde ich mit offenen Armen empfangen und von allen sehr freundschaftlich aufgenommen. Ich habe keinen Grund für Kritik. Unterm Strich reden wir hier von einem Business. Wenn das Team der Meinung ist, ein anderer Weg sei der bessere, dann muss ich das akzeptieren, mich damit abfinden und mich auf meine Zukunft konzentrieren", so Perez.

A propos Zukunft: "Sobald ich von der Entscheidung (Ende seiner Zeit bei McLaren; Anm. d. Red.) erfahren habe, habe ich mich mit meinem Management zusammengesetzt, um die verfügbaren und interessanten Optionen auszuloten. Jeder weiß, von welchen Cockpits wir hier sprechen", deutet Perez an, auch mit Lotus Kontakt aufgenommen zu haben und fügt an: "Hoffentlich können wir in den kommenden Tagen etwas festzurren." Beim Team aus Enstone gelten allerdings Nico Hülkenberg und allen voran Pastor Maldonado als Favoriten. Für Perez könnte sich alternativ die Chance einer Rückkehr zu Sauber oder aber ein Wechsel zu Force India ergeben.

IndyCar vielleicht, NASCAR nein

An einen Wechsel in die IndyCar-Serie, wo durch den Rücktritt des vierfachen Champions und dreifachen Indy-500-Siegers Dario Franchitti für die kommende Saison ein erstklassiges Cockpit bei Ganassi frei wird, denkt Perez nicht unbedingt: "In meinem Kopf dreht sich alles um die Formel 1. Ich bin gerade einmal 23 Jahre alt und habe der Formel 1 noch viel zu bieten."

Gänzlich ausschließen möchte der Mexikaner die IndyCar-Option dann aber doch nicht. "Wenn ich in der Formel 1 nicht den richtigen Platz für meine Zukunft finde, dann muss ich mir unter Umständen anderweitig Gedanken machen." Fest steht für Perez nur, dass er derzeit nicht in die NASCAR-Szene wechseln möchte. "Das würde ich nicht in Erwägung ziehen", betont der 23-Jährige mit Nachdruck und schiebt hinterher: "Bevor ich NASCAR-Rennen fahre, fährt eher mein Bruder." Antonio, der ältere der beiden Perez-Brüder, brachte es im Zeitraum von 2007 bis 2010 auf sieben (erfolglose) Starts in der Nationwide-Serie, der zweiten NASCAR-Liga.

Fotoquelle: xpbimages.com

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