Die Kommunikation Hamilton/Mercedes war in Austin nicht immer einfach

Formel 1 2013

— 19.11.2013

Brawn: "Gewöhnen uns gerade erst an Lewis"

In Austin sorgte Mercedes-Pilot Lewis Hamilton mit widersprüchlichen Funksprüchen für Verwirrung, doch Teamchef Ross Brawn sieht darin kein Problem



Am vergangenen Sonntag in Austin kam Mercedes-Pilot Lewis Hamilton erstmals seit dem Grand Prix von Italien in Monza (Anfang September) weiter vorn ins Ziel als er gestartet ist. Der Wechsel vom monatelang im Einsatz befindlichen Chassis (an dem kürzlich Haarrisse festgestellt wurden) auf ein neues Chassis hat sich bewährt gemacht.

Dennoch verlief der USA-Grand-Prix für Hamilton, besser gesagt für dessen Crew, nicht ganz reibungslos. Mit widersprüchlichen Funksprüchen sorgte der Ex-Weltmeister für Verwirrung. Als er zunächst angehalten wurde, seinen Reifenverschleiß im Auge zu behalten, entgegnete Hamilton: "Das mache ich doch. Lenkt mich nicht ab."

Ganz ähnlich kurz darauf, als sich Sauber-Pilot Nico Hülkenberg im Rückspiegel des Silberpfeils breit machte und Hamilton über Funk darauf hingewiesen wurde, einen möglichen Angriff zu parieren. "Genau das versuche ich doch", so die Antwort des Mercedes-Piloten.

Im weiteren Rennverlauf klang Hamilton dann auf einmal ganz anders am Funk. "Mann, ihr müsst mir Rückmeldungen geben, Reifen, Temperaturen...", so seine Aufforderung in Richtung des Mercedes-Kommandostands.

Teamchef Ross Brawn jedenfalls will von Kommunikationsproblemen nichts wissen und sieht in den widersprüchlichen Funksprüchen Hamiltons kein Problem. Vielmehr verweist der 58-Jährige auf die noch kurze Zusammenarbeit mit dem langjährigen McLaren-Piloten und nennt die noch nicht abgeschlossene Gewöhnungsphase aneinander als Grund.

"Ganz ehrlich, das ist kein Problem. Wir lernen, unsere Rückmeldungen an Lewis zu kalibrieren. Manchmal verschaukelt er uns ein bisschen, indem er sagt, es wäre zu viel, nur um zwei Sekunden später anzumerken, es wäre nicht genug", so Brawn gegenüber 'The Guardian'.

"Wir gewöhnen uns gerade erst an Lewis", fasst der britische Mercedes-Teamchef zusammen und zeigt durchaus Verständnis für das launische Verhalten seines Landsmanns: "Man darf nicht vergessen, dass bei diesen Jungs eine Menge Adrenalin im Spiel ist, wenn sie in Zweikämpfe verwickelt sind. Lewis war auf der Suche nach der richtigen Balance zwischen Reifenschonen und Abstand herausfahren, sodass er nicht mehr angegriffen werden konnte. Das hat er super gemacht. Wir haben versucht, ihm hilfreiche Informationen zu geben. Manchmal schießen wir dabei etwas übers Ziel hinaus und sagen zu viel. Ich sehe da kein Problem."

Fotoquelle: xpbimages.com

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