Heikki Kovalainen spielte in Austin den Kimi Räikkönen - verdächtig gut

Formel 1 2013

— 19.11.2013

Was das Herz begehrt: Kovalainens Lohn der Tapferkeit

Der FInne glaubt, mit dem Lotus-Einsatz für seine Hartnäckigkeit honoriert worden zu sein, sieht aber eine Perspektive bei Caterham und nicht in Enstone



Die Formel-1-Karriere des Heikki Kovalainen schien ein unrühmliches Ende gefunden zu haben, als er Anfang des Jahres bei Caterham seinen Platz wegen seiner fehlenden finanziellen Mittel und mangelnder Kontakte zu Motorenlieferant Renault räumen musste. Der Finne erlebte eine weitere Demütigung, als er sich dem Hinterbänkler-Team in Grün notgedrungen als Test- und sporadischer Freitagsfahrer anschloss. Rückblickend ist Kovalainen froh, in dieser schwierigen Zeit auf die Zähne gebissen zu haben.

Der 32-Jährige war nach eigener Aussage bemüht, sein Selbstvertrauen nicht zu verlieren, als er ohne festes Cockpit und jegliches Engagement in der Königsklasse in eine ungewisse Zukunft blickte: "Ich habe nie selbst an mir gezweifelt. Aber es ist etwas anderes, das auch zu zeigen und umzusetzen", berichtet der als Ersatzpilot für seinen Landsmann Kimi Räikkönen bei Lotus eingesprungene Kovalainen. Er sieht sich für seine Hartnäckigkeit belohnt: "Man glaubt immer, dass man es schaffen kann. Deshalb bin ich in der Formel 1 geblieben."

Seine Rolle bei Caterham will er nicht als Rückschritt verstanden wissen, sondern als Teil seines Comebaks in der Königsklasse: "Auch wenn es nur ein Job als Reservefahrer war, glaubte ich noch immer, den Job erledigen zu können. Ich musste einfach weiter schuften und abwarten, ob sich die Gunst der Stunde ergibt." Kovalainen hatte sich in der Tat eine Portion Glück erarbeitet: "Man muss sich darauf konzentrieren, was einem sein Herz sagt und versuchen, den Traum am Leben zu erhalten", philosophiert der frühere McLaren- und Renault-Pilot.

Dennoch dürfte ein dauerhaftes Engagement bei Lotus ein Wunschtraum bleiben, schließlich spricht mit Blick auf 2014 das fahrerische Potenzial für Nico Hülkenberg, finanzielle Aspekte für Pastor Maldonado oder Sergio Perez. Kovalainen ist sich über die Lage der Dinge im Klaren: "Ich fahre eher wieder für Caterham, sollte ich zurückkehren, aber als sich die Chance ergab, zeigte sich, dass es sich gelohnt hat, in der Formel 1 zu bleiben", sagt er und hofft auf weitere Wendungen: "Lustig, wie schnell sich die Dinge ändern können."

Fotoquelle: xpbimages.com

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