Luca di Montezemolo: Für ihn stand schon immer die Marke Ferrari im Vordergrund

Formel 1 2013

— 20.11.2013

Di Montezemolo: Gleichbehandlung pro Alonso

Der Ferrari-Präsident glaubt, dass der Spanier größter Profiteur der Verpflichtung Kimi Räikkönens ist und sich die Routine des Finnen in der Turboära auszahlt



Eddie Irvine, Rubens Barrichello oder Felipe Massa: Bei Ferrari war seit der Michael-Schumacher-Ära meistens klar, welcher Fahrer den Wasserträger spielt. 2014 wird sich das ändern, glaubt man Luca di Montezemolo. Mit den beiden Ex-Weltmeistern Fernando Alonso und Kimi Räikkönen im Team sollte es a priori keinen Chef geben, findet der Scuderia-Präsident. "Ich mag dieses 'Nummer eins und Nummer zwei' nicht. Das hängt von den Leistungen ab", erklärt der Patron der Roten gegenüber 'CNN'.

Allen voran Alonso steht im Verdacht, keine Konkurrenz in den eigenen Reihen zu dulden. Di Montezemolo befürchtet trotzdem nicht, dass ihm die neue Konstellation schlaflose Nächte bereitet: "Ich will nicht sagen, sie seien alte Herren", bemerkt er lachend. "Aber ich bin mir sicher, dass es klappt." Die Altersmilde also? Nein. Aus Sicht di Montezemolos ist es für den Star nur vernünftig, einen starken Stellgefährten an seiner zu haben. Schließlich erhöht es auch seine eigene Chancen auf die ersehnte Fahrerkrone.

Di Montezemolo skizziert das Szenario, wenn es einmal mehr im Kampf gegen die Red Bull um Formel-1-Lorbeeren geht: "Es ist in Alonsos Interesse einen Fahrer im Team zu haben, der seine eigenen Gegner schlagen kann." Massa war dazu zu Saisonbeginn nur selten in der Lage und schaffte es nicht, Sebastian Vettel und Co. Punkte abzunehmen. Di Montezemolo erkennt auch einen Sinneswandel beim Spanier und beschreibt, dass er in Maranello zu einem echten Teamplayer gereift sei.

Der 66-Jährige, der selbst enger Vertrauter Enzo Ferraris war und immer wieder den Mythos der Marke betont, wünscht sich Angestellte, die sich in den Dienst der roten Sache stellen: "Alonso weiß, dass er für sich selbst gewinnen will, aber auch für Ferrari. Wir sind ein Team und ich will Piloten, die fahren und agieren als wären sie Teil dieses Teams, nicht ein einzelner Mann." Die fahrerischen Qualitäten des Vizeweltmeisters will di Montezemolo nicht infrage stellen und ist "froh", auf ihn zählen zu können.

Dass es 2013 zu mehr als Platz zwei nicht reichte, nimmt er sogar auf die Kappe der Scuderia. "Fernando ist ein sehr, sehr guter Fahrer. Ich bin nur frustriert, dass wir nicht in der Lage waren, ihm ein Superauto zu geben", so di Montezemolo, dessen Lob für Räikkönen etwas weniger euphorisch ausfällt: "Ich benötige einen Piloten, der Rennen gewinnen oder zumindest den Hauptkonkurrenten Punkte abnehmen kann. Er ist in der Lage dazu. Bei komplett neuen Regeln braucht es einen Routinier."

Fotoquelle: Ferrari

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