Mark Webber wird in Interlagos seinen letzten Formel-1-Grand-Prix bestreiten

Formel 1 2013

— 20.11.2013

Red Bull mit Respekt vor ungewohnten G-Kräften

Für Mark Webber und Sebastian Vettel stellt der Saisonabschluss in Brasilien noch mal ein echtes Highlight dar - und eine körperliche Herausforderung



Red Bull reist völlig befreit zum Saisonfinale nach Brasilien, schließlich haben die Österreicher beide Weltmeistertitel längst in sicheren Tüchern. Dennoch ist es für beide Piloten ein besonderes Rennen: Mark Webber wird zum letzten Mal in seiner langen Karriere einen Grand Prix bestreiten, während Sebastian Vettel die nächsten Rekorde einstellen kann. Doch nicht nur deshalb fiebern beide dem Rennen in Sao Paulo entgegen.

"Interlagos ist eines meiner Lieblingsrennen, die Atmosphäre an der Strecke ist einfach fantastisch", schwärmt Webber. Dazu trage auch die Lage des Kurses bei: "Die Strecke liegt in einer Mulde, was dem Ganzen ein gewisses Amphitheater-Feeling verleiht. Es ist wie im englischen Brands Hatch, wo die Zuschauer fast auf den Autos sitzen, dadurch kommt eine sagenhafte Stimmung am Renntag auf. Das Rennen war immer gut zu mir, so habe ich hier zweimal gewinnen können (2009 und 2011; Anm. d. Red.); ich kann Sao Paulo einfach nur genießen."

Vettel stimmt seinem Teamkollegen zu: "Das Rennen ist total verrückt! Die Runde ist echt kurz, und es ist ziemlich schwer zu überholen. Das Rennen ist mit 70 Runden ganz schön lang und zieht wegen der langgezogenen Linkskurven ordentlich an deiner Nackenmuskulatur. Die Zentrifugalkräfte wirken in einer ungewohnten Richtung, weil es gegen den Uhrzeigersinn geht." Das findet auch Webber: "Es gibt zwar gegen Saisonende mehr Kurse mit Fahrtrichtung gegen den Uhrzeigersinn, sodass unsere Nacken ein bisschen daran gewöhnt sind, aber es ist dennoch ein ordentliches Fitnessprogramm."

Vettel kann in Brasilien diverse Rekorde erreichen, unter anderem den der meisten Siege innerhalb einer Saison. Den hält mit 13 Erfolgen derzeit noch Michael Schumacher und wird ihn auch behalten, sein Landsmann könnte aber gleichziehen. Den 26-Jährigen interessieren diese potenziellen Meilensteine vor dem Rennen aber nur wenig: "Ich steige nicht ins Auto und denke über Rekorde nach, ich möchte einfach nur reinhüpfen und genießen. Ich liebe das Rennfahren. Und wenn du am Ende noch Erfolg hast, bekommt alles darüber hinaus einen noch süßeren Beigeschmack."

Webber bedauert indes nicht, am Sonntag womöglich zum letzten Mal in ein Formel-1-Auto zu steigen: "Ich bin bereit für Brasilien und freue mich dann auf ein neues Kapitel in der Zukunft. Es wäre verkehrt, wenn ich enttäuscht wäre nun aufzuhören. Das Feuer ist nicht mehr das, was es mal war, das muss ich akzeptieren. Das war ja schließlich auch der Grund für meine Entscheidung." Webber freut sich, noch immer schnell zu sein, nun sei seine Zeit aber vorüber: "Ich habe es genossen und ein paar Dinge erreicht, nun müssen die Jungs in Zukunft ihr eigenes Ding machen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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