Domenicali und Brawn trafen sich in Sao Paulo wie hier in Suzuka 2012

Formel 1 2013

— 23.11.2013

Brawn vor Rückkehr zu Ferrari?

Die Zukunft von Ross Brawn ist offen: Bleibt er bei Mercedes oder geht er zurück nach Maranello? Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali schließt einen Wechsel nicht aus



Im Zuge der Gerüchte, dass Ross Brawn bei Mercedes künftig eine andere Position als die des Teamchefs einnehmen wird, wurde der Brite in den vergangenen Wochen bereits mit Williams, Honda und McLaren in Verbindung gebracht. Am Rande des Brasilien-Wochenendes tritt nun die nächste Variante ans Tageslicht: Brawn könnte vor einer Rückkehr an seine alte Erfolgsstätte Ferrari stehen.

In den Jahren 1997 bis 2006 war Brawn zeitgleich mit Michael Schumacher in Maranello tätig und hatte im Zeitraum 2000 bis 2004 erheblichen Anteil daran, dass der inzwischen als Formel-1-Rekordweltmeister in den Annalen stehende Deutsche fünf WM-Titel in Folge für die "Roten" gewann.

Kommt es für den Briten, der am heutigen Samstag 59 Jahre alt wird, in baldiger Zukunft zu einem Comeback bei der Scuderia? Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali schließt dieses Szenario zumindest nicht aus. Mehr noch: Der Italiener wäre sogar bereit, seinen Posten als Teamchef aufzugeben, sollte dieses dem Gemeinwohl Ferraris zuträglich sein.

Domenicali wäre bereit, den Weg frei zu machen

"Natürlich. Wenn ich das als die beste Lösung erachte, dann würde ich diesen Schritt sogar morgen tun, zu 100 Prozent", so Domincalis klare Ansage gegenüber 'Sky Sports F1' bezugnehmend auf eine mögliche übergreifende Rolle bei Ferrari, um so den Posten des Teamchefs freizugeben.

"Ich möchte sicherstellen, dass Ferrari wieder gewinnt", begründet der Teamchef seine überraschend offene Darlegung eines möglichen Zukunftsszenarios und betont, dass das wiederholte Scheitern an der Übermacht Red Bull schwer an den Nerven zehrt: "Aus unserer Sicht hätte es nach WM-Titeln locker 2:2 anstatt 0:4 stehen können. Details waren es, die den Unterschied ausgemacht haben."

Das letzte Wort hat bei Ferrari bekanntlich Präsident Luca di Montezemolo. Domenicali deutet an, dass auch dieser eine Veränderung auf dem Posten des Teamchefs nicht grundlegend ablehnt: "Ich habe Chefs über mir sitzen, die diese Entscheidung treffen könnten. Das wäre kein Problem, denn unterm Strich ist es das Wichtigste, dass Ferrari wieder der Maßstab in der Formel 1 wird."

Brawn der dritte Ferrari-Rückkehrer binnen kurzer Zeit?

Domenicalis Nachfolger als Teamchef könnte in der Tat Brawn heißen. Im Fahrerlager von Interlagos hat es an diesem Wochenende ein Treffen zwischen Domenicali und Brawn gegeben. Es war nicht das erste dieser Art. "Ich habe großen Respekt vor Ross, in erster Linie als Freund, aber gleichzeitig auch als Profi. Abwarten", so Domenicali vielsagend.

Bei Mercedes hat man wiederholt betont, dass die Entscheidung über eine neue Silberpfeil-Rolle Brawns bei diesem selbst liege. Zudem wurde als Zeitpunkt für eine solche Entscheidung stets "nicht vor dem Saisonfinale in Brasilien" genannt. Sollte Brawn tatsächlich in absehbarer Zeit nach Maranello zurückkehren, wäre er nach Technikchef James Allison und dem bisher letzten Ferrari-Weltmeister Kimi Räikkönen der dritte prominente Rückkehrer innerhalb kurzer Zeit.

Fotoquelle: xpbimages.com

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