Hart aber fair: Jenson Button hat großen Respekt vor Felipe Massa

Formel 1 2013

— 24.11.2013

Mitleid und Respekt: Was Massa bei Ferrari bewegte

Niki Lauda und Jenson Button bezeichnen die Finaltragödie der Saison 2008 als Schlüsselmoment der Massa-Karriere, jedoch auf ganz unterschiedliche Art



Felipe Massa hat sich auf einen hoch emotionalen Abschied von Ferrari eingestellt, wenn er am Nachmittag bei seinem Heim-Grand-Prix in Sao Paulo zum vermutlich letzten Mal in einem roten Renner in einen Formel-1-Lauf geht. Während sich der Brasilianer nach eigener Aussage auf seine Zukunft bei Williams freut, blickt das Fahrerlager mit gemischten Gefühlen auf die Karriere Massas bei der Scuderia. Niki Lauda etwa betrachtet den ehemaligen Vizechampion als Gescheiterten der Szene.

Der Österreicher, der früher selbst bei der Mythosmarke ins Lenkrad griff, erklärt gegenüber 'RTL': "Mir tut er leid. Denn er war mal für Sekunden Weltmeister. Lewis (Hamilton; Anm. d. Red.) hat ihm in der letzten Kurve den Titel weggenommen", erinnert sich der Mercedes-Aufsichtsrat an das Saisonfinale 2008, das als das knappste aller Zeiten in die Geschichte eingegangen ist. Lauda betont: "Ich hätte es ihm so gegönnt, nachdem er für ewige Zeit Wasserträger für den Nummer-eins-Piloten bei Ferrari war."

Lauda weiß, dass Massa unter Führungspersönlichkeiten wie Jean Todt, Luca di Montezemolo und Michael Schumacher nicht immer einen einfachen Stand hatte: "Bei Ferrari Wasserträger zu sein, ist eine mühsame Geschichte." Für seinen langjährigen Konkurrenten Jenson Button ist die bitterste Stunde der Massa-Laufbahn auch einer der süßesten Momente. "Für ihn selbst gehen die schönsten Erinnerungen sicher auf 2008 zurück", glaubt der Brite an verheilte Wunden: "Das ist inzwischen eine ganze Weile her."

Button erklärt die Gratwanderung zwischen Triumph und Tragödie: "Der Brasilien-Grand-Prix war damals wahrscheinlich Felipes größte Enttäuschung, aber in Bezug auf seine Karriere war 2008 sicher sein bestes Jahr." Schließlich ging es danach konstant bergab. Der schwere Unfall auf dem Hungaroring in der Folgesaison bedeutete einen nachhaltigen Einschnitt, infolge dessen Massa keinen Grand-Prix-Erfolg mehr verbuchte und sein Teamkollege Fernando Alonso regelmäßig um den WM-Titel fuhr.

Obwohl es mit Massa auch schon zu Feindkontakt kam, empfindet Button ihn als ehrbaren und fairen Widersacher. "Wir hatten über die Jahre einige tolle Duelle", findet der McLaren-Star und ist froh, Massa auch 2014 wieder auf der Strecke zu treffen. Lauda stimmt zu und freut sich, den 32-Jährigen erstmals seit seiner Sauber-Zeit als gleichberechtigten Piloten in einem Team zu erleben, wenn er neben dem jungen Valtteri Bottas nicht sogar der Chef ist: "Gott sei Dank fährt er weiter. Jetzt werden wir sehen, was er daraus machen kann", so Lauda.

Fotoquelle: xpbimages.com

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