Felipe Massa lag in seinem letzten Ferrari-Rennen auf Kurs zu Platz vier...

Formel 1 2013

— 24.11.2013

Massa den Tränen nahe: "Vielen Dank an alle!"

Felipe Massa verabschiedet sich nach acht Jahren mit Platz sieben von Ferrari: Die Durchfahrtsstrafe versteht der Brasilianer beim besten Willen nicht



Felipe Massa lag beim Grand Prix von Brasilien in Sao Paulo, seinem letzten Rennen für Ferrari, auf Kurs zu Platz vier. Nach einer umstrittenen Durchfahrtsstrafe, die ihm wegen Überfahrens der weißen Linie auf Höhe der Boxeneinfahrt auferlegt wurde, kam der Brasilianer aber nur Platz sieben ins Ziel und macht seinem Unmut über die Entscheidung Luft.

"Um ehrlich zu sein ist das eigentlich nicht akzeptabel. Weshalb habe ich eine Durchfahrtsstrafe bekommen? Ich bin mir sicher, dass ich nicht der einzige war, der diese Linie überfahren hat. Ich war aber der einzige, der dafür bestraft wurde. Ich habe nichts falsch gemacht, habe dabei kein Auto außerhalb der Strecke überholt oder dergleichen", so Massa.

Für die Rennkommissare, die in Sao Paulo durch Ex-Formel-1-Pilot Mark Blundell unterstützt wurden, hat der Brasilianer wenig freundliche Worte übrig: "Sie glauben, sie könnten sich alles erlauben. Tatsächlich ist es aber so, dass sie oft falsche Entscheidungen treffen. Eine Schande, denn ich wäre heute Vierter geworden, vielleicht sogar Dritter. Fernando (Ferrari-Teamkollege Alonso; Anm. d. Red.) hätte mich in der Schlussphase vielleicht vorbeigelassen. Es wäre ein deutliches besseres Ergebnis möglich gewesen als das, was jetzt dabei herausgekommen ist."

Heinz-Harald Frentzen, in der Vergangenheit selbst als dritter Rennkommissar im Einsatz, versucht gegenüber 'Sky' zu erklären: "Ich kenne die Diskussion bei Fahrerbesprechungen. Die Fahrer möchten ja, dass die Kommissare in solchen Situationen bestrafen. Da wird gefordert, dass es da klare Richtlinien gibt. Es war wohl ein Flüchtigkeitsfehler von Massa."

Die Emotionen über seinen Ferrari-Abschied nach acht Jahren kann die umstrittene Strafe für Massa aber nicht verhageln. "Für das Team ist es eine sehr emotionale Sache. Das war heute mein letztes Rennen in Ferrari-Farben. An die neuen Farben muss ich mich sicher erst gewöhnen", sagt der zukünftige Williams-Pilot und fügt den Tränen nahe an: "Ich bedanke mich bei allen, mit denen ich zusammengearbeitet habe, bei allen, die mir die Chance gegeben haben, für Ferrari zu fahren und natürlich auch bei allen Ingenieuren und Mechanikern. Vielen Dank an alle!"

"Ich werde hier ja nicht verschwinden, sondern auch in Zukunft dabei bleiben", beruhigt Massa sogleich seine zahlreichen Fans, die ihn vor fünf Jahren in Sao Paulo für wenige Sekunden als Weltmeister feierten, bevor sich Lewis Hamilton (McLaren) in der letzten Kurve des Rennens noch Timo Glock (Toyota) griff und Massa damit den WM-Titel in allerletzter Sekunde entriss.

Fotoquelle: Ferrari

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