Paul Hembery klagte Bernie Ecclestone in Interlagos sein Leid

Formel 1 2013

— 27.11.2013

Pirelli macht Druck: Dezember-Test mit 2013er-Autos geplant

Weil der Reifentest für 2014 im Freien Training in Interlagos ins Wasser fiel, drängt Pirelli noch im Dezember auf einen Ersatztest - Bernie Ecclestone soll es richten



Pirelli ist 2013 in der Formel 1 vom Pech verfolgt. Zuerst planen die Teams den Aufstand, weil sie mit den Pneus unglücklich sind, dann gerät die Causa um den geheimen Reifentest mit Mercedes außer Kontrolle, in Silverstone explodieren die Reifen und schließlich fällt beim Saisonfinale im Freitag-Training von Brasilien auch noch der Test der 2014er-Entwicklungsgummis ins Wasser.

Dadurch drängt Pirelli nun noch stärker auf einen Test im Dezember dieses Jahres. Die Italiener müssen aber zuerst das Reglement überwinden, das Versuchsfahrten mit aktuellen Autos verbietet und diese erst wieder Ende Januar in Jerez zum Auftakt der Wintertest-Saison vorsieht. Nur eine Sondergenehmigung würde einen Dezember-Test ermöglichen.

Laut 'auto motor und sport' entscheidet sich heute aus logistischen Gründen, ob Pirellis Plan, vom 17. bis 19. Dezember zu testen, in die Tat umgesetzt werden kann. Bereits in Interlagos weihte Pirellis Motorsportchef Paul Hembery die Teams ein, dass ein Test im Januar zu spät käme, da die gewonnenen Erkenntnisse nicht mehr in die Reifenkonstruktionen einfließen könnten.

Ecclestone soll Dezember-Test ermöglichen

Wenn nun alle Teams und die FIA zustimmen, dann könnte der Test im Dezember - möglicherweise in Bahrain - mit 2013er-Autos stattfinden. Dafür soll nun Formel-1-Boss Bernie Ecclestone sorgen. Der Brite hat eingewilligt, FIA-Boss Jean Todt mit den Argumenten für einen Reifentest zu konfrontieren und über eine derartige Lösung zu verhandeln.

Der Reifenhersteller fürchtet, dass den Teams 2014 ein ähnliches Szenario wie 2013 drohen könnte, wenn man nicht ausreichend Gelegenheiten erhält, die Pneus zu testen. Hintergrund: Durch die neuen Turbomotoren werden die Belastungen für die Hinterreifen, die bereits diese Saison für Probleme sorgten, deutlich ansteigen - Pirelli will also für alle Eventualitäten gerüstet sein.

Coulthard rechnet auch 2014 mit Reifendramen

Ex-Formel-1-Pilot David Coulthard würde es nicht wundern, wenn die Reifen auch in der kommenden Saison für Turbulenzen sorgen. "Nichts spricht dafür, dass die Reifenprobleme, die wir dieses Jahr gesehen haben, verschwinden werden", sagt er gegenüber dem 'Telegraph'. "Weil das Drehmoment ansteigt, werden die Hinterreifen mehr belastet, und das sorgt für eine Unbekannte."

Dazu kommt, dass alle Teams einem Wintertest im Dezember zustimmen müssten, was bereits in der Vergangenheit mehrmals scheiterte, weil jeder befürchtet, dass die Konkurrenz einen Vorteil erlangen könnte. "Pirelli konnte die 2014er-Reifen noch immer nicht testen - also prophezeie ich weitere Kontroversen", meint der Schotte.

Fotoquelle: xpbimages.com

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