Nach zwölf Jahren - sieben bei Red Bull - ist für Mark Webber Schluss mit Formel 1

Formel 1 2013

— 04.12.2013

Kam Webbers Abschied zu früh?

Red-Bull-Teamchef Christian Horner erklärt, warum Mark Webbers Leistungen unter Wert geschlagen wurden - Ohne Vettel im Team "möglicherweise Weltmeister"



Hat Mark Webber nach zwölf Jahren und insgesamt 217 Grand-Prix-Wochenenden die Formel 1 zu früh verlassen? Mit einer kämpferischen Fahrt auf Platz zwei beim Grand Prix von Brasilien in Sao Paulo verabschiedete sich der 37-jährige Australier am 24. November dieses Jahres aus der Königsklasse.

In eben jener Königsklasse hätte Webber auch in Zukunft an der Spitze mithalten können. Davon ist Red-Bull-Teamchef Christian Horner - sieben Jahre lang der Boss des Australiers - überzeugt. "Er fährt noch immer auf einem sehr hohen Level. Das Problem ist, dass Mark die Liebe zur Formel 1 verloren hat und nun bereit ist für eine neue Herausforderung", so Horner gegenüber 'Autosport'

Diese neue Herausforderung heißt ab sofort Porsche, wo Webber im Sommer einen langjährigen Vertrag als Werksfahrer unterzeichnet hat. Beginnend mit der Saison 2014 wird der Australier alle Rennen der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) inklusive der legendären 24 Stunden von Le Mans bestreiten. Am Steuer des nagelneuen LMP1-Porsche sagt Webber gemeinsam mit seinen Teamkollegen Neel Jani, Romain Dumas und Timo Bernhard (die weiteren stehen noch nicht fest) Platzhirsch Audi und Herausforderer Toyota den Kampf an.

Neben der Bilanz in Form von neun Grand-Prix-Siegen, insgesamt 42 Podestplätzen, 13 Pole-Positions und 19 Schnellsten Rennrunden sowie dreimal Rang drei in der Gesamtwertung bleiben beim Gedanken an Webbers Formel-1-Karriere vor allem zwei Dinge hängen: Zum einen seine enorme Grundschnelligkeit, die ihn vor allem während seiner Jaguar-Zeit (2003 und 2004) zum Qualifying-Schreck der gewohnten Siegfahrer avancieren ließ, zum anderen das vor allem in den Jahren 2010 bis 2013 zuweilen harte Teamduell mit Sebastian Vettel.

Zum teaminternen Duell mit Vettel hält Teamchef Horner fest, dass Webber unter Wert verkauft wurde. "Die Leute haben unterschätzt, wie gut Sebastian ist. Aus diesem Grund ist es unglaublich schwierig, Woche für Woche gegen ihn anzutreten. Auch Mark wird erst zu gegebener Zeit erkennen, wie gut Sebastian ist und war. Das lässt die eigene Leistung in einem ganz anderen Licht erscheinen."

Der langjährige Teamchef des Australiers erklärt: "Mark Webber ist ein erstklassiger Rennfahrer. In den Anfangsjahren seiner Karriere hatte er den Ruf, ein Spezialist für eine schnelle Runde zu sein." Erst das Niveau, auf dem sich Vettel konstant bewegt, ließ Webbers Leistungen "in einer anderen Perspektive" erscheinen. So steht für Horner in Bezug auf Webber fest: "Es war einfach Pech für ihn, dass Sebastian parallel zu seiner eigenen Karriere die Szene betrat. Ohne Sebastian wäre er möglicherweise Weltmeister geworden."

Fotoquelle: xpbimages.com

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