Das "Team Sutil" hat für 2014 Stand jetzt noch keine feste Heimat

Formel 1 2013

— 04.12.2013

Sutil-Manager: "Wir haben zwei Optionen"

Adrian Sutil hat seine Zukunft in der Formel 1 offenbar nicht mehr selbst in der Hand, hofft aber auf ein Stammcockpit bei Sauber oder Force India



Seit gestern weiß Nico Hülkenberg endlich, dass er 2014 sicher Formel 1 fahren wird, und zwar bei Force India. Doch wer dort sein Teamkollege wird, weiß er noch nicht: "Da geistern verschiedene Namen rum in der Presse. Einer von denen wird's wohl auch werden", erklärt er auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com'. "Aber ich weiß das noch nicht. Und so, wie ich es verstehe, ist es auch noch nicht entschieden."

Diesen Eindruck konnte man eine Zeit lang aber haben, und diesen Eindruck hatte wohl auch Adrian Sutil, als er beim Saisonfinale in Sao Paulo vor laufenden Kameras zum wiederholten Male verkündete: "Ich habe einen Vertrag und freue mich auf ein weiteres Jahr in der Formel 1." Aber bereits zuvor hatte er bei einem Medientermin einschränkend erklärt: "Es ist wie bei jedem Vertrag, den man im Leben hat. Es ist nicht zu 100 Prozent sicher."

Und genau dieses Schicksal könnte ihm im schlimmsten Fall drohen, denn während Hülkenberg seine offizielle Bestätigung schon in der Tasche hat, soll Sergio Perez Favorit auf das zweite Cockpit sein. Der Mexikaner wird unterstützt von seinem langjährigen Förderer Carlos Slim - und das ist der Knackpunkt: Sollte aus Mexiko genug Geld kommen, wird Force India Sutil vor die Tür setzen. Da ist eine vermeintlich wasserdichte Übereinkunft in einem Business wie der Formel 1 schnell Schall und Rauch.

Auch Force India könnte einige Millionen gut gebrauchen

Force India steht zwar auf den ersten Blick betrachtet solider da als einige der wirklich akut überlebensgefährdeten Formel-1-Teams, aber auch der indisch-britische Rennstall hat durchaus noch offene Rechnungen aus der Vergangenheit. Ein mexikanischer Millionenregen wäre da im Zweifelsfall mehr wert als eine deutsch-deutsche Fahrerpaarung Hülkenberg/Sutil. Letzterer ist derzeit also nur die Nummer zwei auf Force Indias Wunschliste: Wenn Perez nicht kommt, darf er bleiben.

"Wir haben zwei Optionen", erklärt Sutil-Manager Manfred Zimmermann gegenüber 'Motorsport-Total.com', "aber es ist noch keine Entscheidung gefallen. Natürlich bemühen wir uns um eine möglichst rasche Lösung, aber das liegt nicht nur in unseren Händen." Sondern auch in denen von Monisha Kaltenborn, die bisher noch keinen einzigen Fahrer für das Sauber-Team unter Vertrag genommen hat. Sutil würde vom Profil her wahrscheinlich hervorragend zu den Schweizern passen.

Geld diktiert Fahrerwahl beim Sauber-Team

Aber Kaltenborn hat noch nie einen Hehl daraus gemacht, dass die Fahrerwahl in Zeiten wie diesen von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen diktiert wird, und seit ihr Lotus den "dicken Fisch" Pastor Maldonado weggeschnappt hat, muss Sauber erstmal nach kleineren Fischen angeln, um eine solide Finanzierung des Teams auf die Beine gestellt zu bekommen. Gerüchten zufolge soll Perez einer Rückkehr nach Hinwil nicht ganz abgeneigt sein, weil er dort wohl einen angenehmeren Teamkollegen bekommen würde als Hülkenberg.

Aber in Zeiten, in denen Branchenkenner bis zu vier Teams als akut insolvenzgefährdet einstufen, betrachtet Zimmermann gar nichts als sicher: "Die Formel 1 ist im Moment nicht mehr kalkulierbar", sagt er. "Es gibt so viele Unwägbarkeiten und ich bin mir nicht sicher, ob nächstes Jahr noch alle elf Teams aus diesem Jahr am Start sein werden." So gab es zuletzt unter anderem Gerüchte, dass Marussia mit einem anderen Rennstall fusionieren könnte, wodurch zwei Cockpits verschwinden würden.

Mit einer Karriere außerhalb der Formel 1 will sich Sutil übrigens noch nicht auseinandersetzen, ganz im Gegensatz zu seinem ehemaligen Teamkollegen Paul di Resta, der 2014 aller Voraussicht nach für Mercedes DTM fahren wird. Plan C nach Sauber und Force India wäre für Sutil wohl vielmehr, ein Jahr als Testfahrer bei einem Topteam abzusitzen, um sich für einen neuerlichen Anlauf ab 2015 in Stellung zu bringen - zumal dann vielleicht drei Autos pro Team eingesetzt werden...

Fotoquelle: xpbimages.com

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