Spanische Allianz: Pedro da la Rosa und Marc Gene wollen Alonso zum Titel führen

Formel 1 2013

— 06.12.2013

De la Rosa & Gene: Ferrari in allen Bereichen perfekt aufgestellt

Ferraris Testfahrer Pedro de la Rosa und Marc Gene geben ihre Innenansichten aus Maranello preis - Gene glaubt, dass die Regeln 2014 für Alonso maßgeschneidert sind



Für Ferrari steht das Jahr der Wahrheit bevor. Erneut. Denn die Scuderia steht in der Formel 1 als geschichtsträchtigstes Team unter einem besonderen Druck, ist quasi zum Siegen verdammt. Und da der letzte Titel auf das Jahr 2008 datiert und unter Teamchef Stefano Domenicali noch kein Fahrer-Titel errungen werden konnte, muss der Knoten in Maranello bald platzen, will die aktuelle Mannschaft weiter das Vertrauen von Boss Luca di Montezemolo genießen.

Man kann Domenicali trotz mangelnder Erfolge nicht vorwerfen, dass er tatenlos zusieht. Der Mann aus Imola hat in seiner Ära die Truppe völlig umgekrempelt, die veralteten Einrichtungen auf den neuesten Stand gebracht und mit Kimi Räikkönen den letzten Ferrari-Weltmeister wieder an Bord geholt. Es macht den Eindruck, als wolle er den Erfolg erzwingen.

Testfahrer Marc Gene ist davon überzeugt, dass es nächstes Jahr klappen könnte. "Ja, ich würde mein Geld auf Ferrari setzen", sagt der Spanier gegenüber 'AS'. "Es wird ein gutes Jahr - und eines, in dem wir hoffentlich alles haben werden, was es zum Siegen benötigt. Wir haben alle Bereiche verbessert, die wir verbessern mussten."

Troubleshooting a la Domenicali

Gene blickt zurück: "Niederlagen schmerzen, und das war vor allem 2010 der Fall. Wir haben bei der Strategie einen großen Fehler gemacht - aber in diesem Bereich haben wir uns stark verbessert. Ich denke, dass wir im Vorjahr und dieses Jahr ein paar gute strategische Entscheidungen getroffen haben und diesbezüglich nun eines der besten Teams sind."

Auch bei den Boxenstopps habe man die Probleme beseitigt - und technisch sei man nun deutlich besser aufgestellt als in der Vergangenheit: "Vor drei Jahren haben wir damit begonnen, verschiedene Abteilungen zu verstärken, wir haben den Windkanal verbessert, James Allison und einige andere gute Techniker verpflichtet. Wir befinden uns in einer Umstrukturierung."

De la Rosa schließt Probleme zwischen Alonso und Räikkönen aus

Während Gene also Geld auf Ferrari setzen würde, gibt sich sein Landsmann und Testfahrer-Kollege Pedro de la Rosa gegenüber 'AS' zurückhaltender: "Ich bin nicht zuversichtlich, aber ruhig. Wir haben alles richtig gemacht, und wir besitzen jetzt die Werkzeuge, mit denen wir uns jedem Konkurrenten stellen können. Ob es ausreichen wird? Wir werden sehen..."

Der Katalane liefert auch selbst einen wichtigen Beitrag, denn er wurde vom Team engagiert, um den Simulator auf den neuesten Stand zu bringen: "Das ist meine Aufgabe - und das wird durch das neue Reglement noch wichtiger." De la Rosa bringt Know-how von McLaren nach Maranello, schließlich arbeitete er jahrelang als McLaren-Testfahrer in einem der besten Formel-1-Simulatoren der Welt.

In seiner McLaren-Zeit arbeitete er auch mit der 2014er-Ferrari-Paarung Alonso und Räikkönen zusammen. Er bezweifelt, dass es zwischen den beiden Alphatieren in der kommenden Saison zum großen Krach kommen wird: "Ich kenne Kimi ziemlich gut, ich war zehn Jahre lang sein Teamkollege bei McLaren. Er wird überhaupt kein Problem mit Fernando haben."

Ein Reglement für Alonso?

Der Testpilot glaubt, dass Ferrari 2014 im Angesicht des neuen Reglements über die perfekte Fahrerpaarung verfügt: "Kimi kennt Ferrari sehr gut. Beide kennen das Haus perfekt, und das ist wichtig, denn die Saisonvorbereitungen beginnen bereits." Zudem sei es enorm wichtig, "zwei erfahrene Piloten zu haben. Die Rennen werden nicht einfach sein - man muss die Reifen, den Verbrauch und die Angriffe managen. Man muss sich überlegen, ob man den anderen zu einem gewissen Zeitpunkt überholt oder nicht. Die Kommunikation mit dem Kommandostand wird noch wichtiger sein."

Gene ist überzeugt, dass dies vor allem Alonso entgegenkommen wird: "Fernando ist in vielen Bereich herausragend, aber wenn er irgendwo besser als die anderen ist, dann ist es wegen seiner Intelligenz. Er hat einen Rundum-Blick, weiß, was vor und was hinter ihm passiert, er weiß, wann er auf die Reifen aufpassen muss. Deswegen wird er kommende Saison einen Vorteil haben."

Fotoquelle: Ferrari

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