Litt die Beziehung von Vater und Sohn Hamilton unter falschen Versprechen?

Formel 1 2013

— 06.12.2013

Hamiltons Vater: "Habe nie Geld von Lewis bekommen"

Lewis Hamiltons Vater und Ex-Manager Anthony Hamilton enthüllte vor Gericht, dass er von seinem Sohn nie bezahlt wurde - Auch versprochene Millionen blieben aus



Auch am zweiten Verhandlungstag des Gerichtsprozesses rund um Lewis Hamiltons Vater Anthony Hamilton, der als Manager für Force-India-Fahrer Paul di Resta fungierte und diesen auf ungerechtfertigte Entlassung und entgangene Einnahmen verklagt, kam es zu interessanten Enthüllungen. Diese beziehen sich aber weniger auf den Fall selbst, sondern auf das Verhältnis zwischen Hamilton sen. und seinem Sohn.

Anthony Hamilton hatte den nunmehrigen Mercedes-Piloten seit Kindheitstagen gefördert, ihn aber auch gedrillt und ihn so auf eine Karriere als Spitzensportler vorbereitet. Mit Erfolg, denn 2008 holte Hamilton in seinem erst zweiten Formel-1-Jahr den WM-Titel. Das Duo schien lange unzertrennlich, doch dann taten sich Risse in der Beziehung auf - 2010 trennte sich Hamilton schließlich von seinem Manager-Vater und engagierte die Management-Firma von David-Beckham-Betreuer Simon Fuller. Eine Zeitlang herrschte zwischen Vater und Sohn damals Funkstille - inzwischen gab es aber wieder eine Annäherung.

Hamilton sen.: Keine Entschädigung für Management des Sohnes

Nun offenbarte Hamiltons Vater vor Gericht, dass er für die Management-Tätigkeit von seinem Sohn nie entschädigt worden sei. "Als er 2008 Weltmeister wurde hat er sich bei mir bedankt, und das war alles, was ich mir nach 18 Jahren Schinderei gewünscht hatte", sagt er. "Ich habe Lewis nie um einen Penny gebeten."

Der damalige McLaren-Pilot soll seinem Vater nach der Trennung zwar versprochen haben, ihm für seine Dienste drei bis vier Millionen US-Dollar zu schenken, sah dann aber doch davon ab. Was der ursprüngliche Grund für das Geschenk gewesen war? "Vielleicht fühlte er sich schuldig, und wollte zu allen danke sagen", mutmaßt Hamilton sen.

Auch die Ursache, warum sein Sohn plötzlich die Meinung änderte, kennt er nicht: "Ich weiß darauf keine Antwort. Es ist einfach nie passiert. Für mich ist das aber in Ordnung. Es ist nicht meine Geschichte. Wenn er sagt, dass er etwas machen wird und es dann nicht tut, dann ist das sein Verlust. Es ist nicht an mir, um Geld zu betteln."

Hamilton sen. würde für seine Schützlinge lügen

Immerhin hat er aber eine Idee, warum sich sein Sohn beruflich von ihm trennte: "Er dachte sich wohl: 'Dad, ich habe genug, ständig auf dich zu hören'." Nun habe er eine Hypothek auf seinem Haus, dennoch bereue er es nicht, viel Geld in die Karriere seines Sohnes investiert zu haben: "Manche von uns machen das, damit unsere Kinder bessere Möglichkeiten haben als wir. Weil wir unsere Kinder lieben."

Anthony Hamilton wurde von di Restas Anwalt zudem darauf angesprochen, ob er für seine Schützlinge bereit wäre zu lügen. "Manchmal", antwortete der Brite. Wann er dazu bereit wäre? "Wenn mich ein Klient draum bittet. Und nur um das klar zu stellen: Man kann lügen, und man kann der Wahrheit ausweichen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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