Die Saison 2004 markierte für Michael Schumacher den Höhepunkt seiner Karriere

Formel 1 2013

— 13.12.2013

Keine Verschleißerscheinungen bei Schumacher

Michael Schumacher kennt auch nach seiner langen Karriere keine Wehwehchen, obwohl er sich mit einigen heftigen Unfällen konfrontiert sah



Dass Michael Schumacher mit der Formel 1 zumindest als Fahrer abgeschlossen hat, betonte der 44-Jährige zuletzt immer wieder. Viel zu sehr genieße er sein neues Leben abseits der Rennstrecken dieser Welt. Ein Grund für jenen Genuss dürfte für "Schumi" auch seine körperliche Verfassung sein, über die er sich auch nach 28 Jahren als Profirennfahrer nicht beklagen kann. Trotz diverser Unfälle in seiner Karriere tue ihm "tatsächlich nichts" weh, wenn er morgens aus dem Bett steigt.

"Manchmal zwickt der Rücken, aber das haben meine Kumpels auch. Ich hatte viel Glück und habe immer trainiert. Darum spüre ich kaum Verschleiß nach all dem, was ich so erlebt habe", erklärt Schumacher gegenüber 'Motor Talk'. Seine schlimmsten Unfälle erlebte der Rekordchampion wohl 1999 in Silverstone, bei dem er sich nach heftigem Einschlag den rechten Unterschenkel brach, sowie kurioserweise im Februar 2009 mit dem Motorrad.

Die gesundheitlichen Folgeschäden dieses Crashs verhinderten später im Jahr ein mögliches Formel-1-Comeback Schumachers bei Ferrari, wo er den verletzten Felipe Massa ersetzen sollte. Sein behandelnder Arzt Dr. Johannes Peil erklärte damals: "Die Unfallfolgen waren die schwersten, die Michael in seiner Karriere zu tragen hatte. Er hat durch den Unfall eine Fraktur im Bereich des siebten Halswirbels erlitten, eine Fraktur der ersten Rippe links und er hat des Weiteren durch den Aufschlag - durch die Kompression - eine Fraktur im Bereich der Schädelbasis erlitten." Heute scheint der siebenfache Weltmeister von diesen Verletzungen nichts mehr zu spüren.

Nachdem sich Kimi Räikkönen vor einigen Wochen einer Rückenoperation hatte unterziehen müssen, hatte sein Lotus-Team bei Schumacher angeklopft, um ihn für die verbleibenden Grands Prix in Austin und Sao Paulo an Bord zu holen. Der siebenfache Weltmeister lehnte jedoch dankend ab. Nicht einmal ansatzweise habe ihn das Angebot gereizt: "Es war ein Kompliment. Ich habe mich gefreut, dass man an mich glaubt. Mehr nicht."

Heute hilft Schumacher dem Mercedes-Konzern bei diversen Entwicklungsprozessen: "Ja, ich mache etwas Ähnliches wie nach meiner Formel-1-Zeit bei Ferrari und unterstütze die Entwickler mit meiner Erfahrung. Dabei versuche ich zum einen, normalen Autofahrern zu zeigen: Schaut mal, das System kann was. Zum anderen den Ingenieuren zu sagen, da wäre noch Spielraum, das geht noch besser." Ob als Talentscout , Hilfsingenieur oder eben als Mensch, der in seiner Karriere viel Glück nach heftigen Unfällen gehabt hat - "Schumi" genießt sein Leben ganz offensichtlich.

Fotoquelle: xpbimages.com

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