Tests dürfen zukünftig nicht mehr ohne Kenntnis der FIA stattfinden

Formel 1 2013

— 16.12.2013

Neue Bestimmung: Tests nur nach Anmeldung

Die FIA hat die Bestimmungen für Formel-1-Tests auf der Rennstrecke überarbeitet - Diese müssen zukünftig 72 Stunden vorher angemeldet werden



Als Konsequenz aus dem "Geheimtest" von Mercedes und Pirelli im Mai 2013 hat der Automobilweltverband FIA die Bestimmungen für Testfahrten der Formel 1 überarbeitet. Diese müssen nun grundsätzlich bis 72 Stunden vor Beginn bei der FIA angemeldet werden, damit diese einen Beobachter entsenden kann. Bei der Anmeldung sind neben der genauen Spezifikation des Fahrzeugs auch die Art und der Zweck des Tests, sowie die Dauer und sofern bekannt, die Namen der Fahrer anzugeben.

Dies gilt sowohl für Tests mit aktuellen Autos, worunter die FIA Fahrzeuge versteht, die dem Reglement der Saison 2013 bis 2015 entsprechen, als auch mit Altfahrzeugen aus den Jahren 2010 bis 2012. Lediglich Test mit Fahrzeugen des Jahrgangs 2009 und früher müssen nicht angemeldet werden.

Als Tests mit aktuellen Autos definiert die FIA jeden Einsatz auf der Strecke, der nicht im Rahmen einer Rennveranstaltung von einem Teilnehmer an der Weltmeisterschaft oder einem Dritten in Vertretung des Teilnehmers durchgeführt wird. Dies ist eine unmittelbare Reaktion auf den Mercedes-Test, der offiziell von Pirelli durchgeführt wurde. Ohne Kenntnis der FIA dürfen aktuelle Autos zukünftig zudem keinem Dritten zur Verfügung gestellt werden.

Auch Flimtage müssen angemeldet werden

Neben den in den Testbeschränkungen festgelegten Möglichkeiten dürfen aktuelle Autos noch bei zwei Promotion-Veranstaltungen eingesetzt werden, landläufig auch als "Flimtage" bekannt. Dabei dürfen jeweils maximal 100 Kilometer gefahren werden, zudem dürfen nur speziell für diesen Zweck hergestellte Demo-Reifen verwendet werden. Auch diese Promotion-Veranstaltungen müssen 72 Stunden vorher angemeldet werden.

Bei Tests mit Vorjahresautos (Previous Cars, wie es im Reglement offiziell heißt) müssen diese vollständig dem Reglement des jeweiligen Jahrgangs entsprechen. Zudem dürfen dabei nur Reifen eingesetzt werden, die speziell zum Zwecke dieses Tests hergestellt wurden. Damit ist auch ein Test wie der von Ferrari, die in der abgelaufenen Saison mit einem 2011er-Auto die aktuellen Pirelli-Reifen getestet hatten, ein Riegel vorgeschoben.

Zudem wurden die Bedingungen für die in dieser Saison erstmals seit 2008 wieder erlaubten Testfahrten während der Saison fixiert. Die Teams dürfen während des Jahres vier Mal zwei Tage lang testen. Diese Tests müssen "auf einer Strecke stattfinden, auf der gerade eine Rennveranstaltung stattgefunden hat und müssen spätestens 36 Stunden nach dem Ende der entsprechenden Veranstaltung beginnen", so der Regeltext.

Ein Testtag ist für Pirelli reserviert

Mit diesen Tests im Anschluss an die Grands Prix möchte die FIA die Kosten im Zaum halten. Sollte die Anzahl der Saisonrennen 20 übersteigen, wird zukünftig pro zusätzliches Rennen ein Testtag während der Saison gestrichen. Die acht Testtage während der Saison können die Teams allerdings nicht vollständig nach eigenem Gusto nutzen. Einen Tag lang müssen sie ihr Auto auf Anforderung dem Reifenlieferanten zur Verfügung stellen.

Die Reihenfolge, in der die Teams für den Reifenhersteller (im aktuellen Fall Pirelli) testen müssen, wird von diesem bestimmt, wird sich aber an der Reihenfolge der Konstrukteurswertung des Vorjahres orientieren und muss vor dem ersten Saisonrennen festgelegt werden. Am jeweiligen Testtag müssen die Teams das Testprogramm nach Vorgabe des Reifenherstellers absolvieren. Diese Programm sowie die Ergebnisse der Reifentests werden allen Teams bereitgestellt. Die beim Reifentest verwendeten Pneus werden nicht vom Kontingent für die Testfahrten abgezogen.

Des weiteren legte die FIA fest, dass einer der Testtage vor Saisonbeginn zum Test von Regenreifen vorgesehen sein muss. Wie dies praktisch realisiert werden soll, steht allerdings noch nicht fest.

Fotoquelle: xpbimages.com

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