Jenson Button glaubt, dass der erste Test nur begrenzte Aussagekraft haben wird

Formel 1 2013

— 16.12.2013

Button: Wintertests in Jerez wird "lustig"

Jenson Button rechnet mit chaotischen ersten Testfahrten mit den neuen Autos und betont, wie gewaltig die Umstellung für die Fahrer wird



Zwar drehen die Piloten der Spitzenteams der Formel 1 derzeit im Simulator schon fleißig Runden in den neuen Autos, doch erst am 28. Januar werden sie erfahren, in wieweit die Simulation mit der Wirklichkeit übereinstimmt. Dann beginnen im südspanischen Jerez die ersten Testfahrten des Jahres 2014. Jenson Button rechnet allerdings damit, dass dort bei weitem noch nicht alles nach Plan verlaufen wird.

"Der Wintertest in Jerez wird lustig", wird Button von 'Autosport' zitiert. Die Kombination aus den völlig neuen Fahrzeugen und mutmaßlich kühlen Temperaturen könnte seiner Ansicht nach für chaotische Verhältnisse sorgen. "Es wird kalt sein, die Reifen werden nicht funktionieren und die Autos möglicherweise auch nicht. In den ersten Runden wird es sich möglicherweise seltsam anfühlen, denn du fährst in höheren Gängen."

Doch nicht nur wegen der neuen Getriebe, die im kommenden Jahr über acht statt bisher sieben Gänge verfügen werden, beginne für die Fahrer 2014 eine völlig neue Ära. "Es ist ein völlig anderes Fahren, du musst eine Menge von dem vergessen, was du in den vergangenen Jahren bezüglich der Fahrbarkeit des Autos gelernt hast", sagt der McLaren-Pilot. "Es wird sehr schwierig werden, da durchzusteigen. Es gibt für uns alle viel zu lernen, auch für die erfahrenen Piloten, und es wird sehr aufregend."

"Vor dem ersten Rennen wird keiner wissen, wie die Autos funktionieren. Es wird schwierig, denn der Motor hat viel mehr Drehmoment. Es wird auch wesentlich weniger Abtrieb geben, da es keine Anströmung (durch den Auspuff, Anm. d. Red.) gibt", meint Button. Trotz der Einschränkungen der vergangenen Jahre hätten die Abgase bis zuletzt einen großen Einfluss auf die Aerodynamik gehabt.

Dieser fällt ab 2014 weg, da zukünftig nur noch ein Endrohr erlaubt ist, das mittig aus der Motorabdeckung austreten muss. Auch das hohe Drehmoment der neuen Turbomotoren wird den Fahrern laut Button einige Umstellungsschwierigkeiten bereiten. "Du bräuchtest ein Gaspedal von einem Meter Länge, um das Drehmoment des Motors zu kontrollieren", veranschaulicht der Weltmeister von 2009 die Problematik.

Der 33-Jährige hofft jedoch darauf, dass er als mittlerweile dienstältester Pilot der Formel 1 bei der Umstellung auf die neuen Fahrzeuge seinen jüngeren Kollegen etwas voraus hat. "Hoffentlich hilft mir meine Erfahrung bei der Entwicklung von Autos im nächsten Jahr", so Button.

Fotoquelle: xpbimages.com

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