Toto Wolff weiß, warum Mercedes in der zweiten Saisonhälfte nachgelassen hat

Formel 1 2013

— 17.12.2013

Wolff: "Mercedes geht jetzt zu sanft mit Reifen um"

Motorsportchef Toto Wolff erklärt, dass Mercedes beim Reifenmanagement zu weit ging und das Auto nach den Pirelli-Änderungen zu sanft mit den Reifen umging



In der ersten Saisonhälfte war Mercedes die große Überraschung. Nach Jahren der Beschwichtigungen, warum es doch nicht so gut läuft wie erhofft, stiegen die "Silberpfeile" plötzlich zu einer konkurrenzfähigen Kraft auf und fuhren Pole-Positions und auch einige Siege ein. In der zweiten Saisonhälfte konnte man dieses hohe Niveau aber nicht mehr aufrecht erhalten - Red Bull und Sebastian Vettel fuhren allen davon.

Mercedes hatte aber auch Schwierigkeiten, sich als zweite Kraft zu etablieren. Lotus erwies sich immer wieder als konkurrenzfähiger - am Ende gelang es dem Team aus Brackley, Platz zwei in der Konstrukteurs-WM ins Trockene zu bringen, was einen großen Erfolg darstellt. Aber warum fiel man in der zweiten Saisonhälfte zurück?

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ist der Ansicht, dass Pirelli das Team mit den Reifenänderungen zur Saisonmitte ausgetrickst hat. In der ersten Hälfte des Jahres kam man den chronischen Reifenproblemen der vergangenen Jahre nach anfänglichen Rückschlägen langsam auf die Schliche. "Wir haben für ein Auto, das zu den Hinterreifen sehr aggressiv war, die richtigen Entwicklungen gemacht, damit wir das in den Griff kriegen", erklärt Wolff gegenüber 'Autosport'. "Als dann aber die neuen Reifen kamen, hatten wir wahrscheinlich zu viel entwickelt."

Laut dem Österreicher schlug das Pendel in der zweiten Saisonhälfte in die andere Richtung aus: "Bei unserem Auto zeigte sich schon fast ein Lotus-Phänomen - es war zu sanft zu den Reifen, wir brachten sie nicht ordentlich auf Temperatur." Mercedes schoss bei der Entwicklung offensichtlich über das Ziel hinaus: "Manchmal entscheidet man sich, bei der Entwicklung eine Abzweigung zu nehmen, und manchmal muss man wieder zurückgehen. Das ist ein schwieriger Prozess, und da müssen wir uns verbessern."

Im Gegenzug hatte auch der Red-Bull-Erfolg laut Wolff etwas mit den Reifen zu tun: "Sie haben mit dem Reifen, der dann kam, die WM im Vorjahr gewonnen. Sie kannten diesen Reifen gut, gingen den richtigen Weg und trafen die richtige Entscheidung. Wenn ein Team so komplett wie Red Bull ist, dann läuft es einfach."

Fotoquelle: xpbimages.com

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