Gary Paffett war einer der Piloten, die einen Mclaren 2006 in Orange testeten

Formel 1 2013

— 26.12.2013

Hat sich's ausgefunkelt? McLaren und der Traum Orange

Sollte der neue Brötchengeber mitspielen, könnte McLaren für 2014 wieder ein oranges Auto präsentieren: Von 1968 bis 1971 etablierte die Truppe diese Tradition



Orange, das steht für niederländische Kicker, die Müllabfuhr, Stanley Kubricks Uhrwerk und ein unrühmliches Kapitel der US-amerikanischen Geschichte in Vietnam. Die jüngeren Formel-1-Fans könnten vergessen haben, dass die Farbe in der Formel 1 untrennbar mit einem Namen verknüpft ist: McLaren. Der Traditionsrennstall ging unter seinem Urvater Bruce McLaren in den Saisons 1968 bis einschließlich 1971 in Mattorange auf die Strecke, ehe Zwänge der Kommerzialisierung ein Umdenken bewirkten.

Zwei Jahre nach dem Tod des Firmenpatrons schloss der Mitgründer und damalige Teamchef Teddy Mayer 1972 einen Vertrag mit dem Kosmetikhersteller Yardley of London, der Weiß als Hauptfarbe diktierte. Fortan blieb nur ein oranges Feld auf dem Seitenkasten, das gänzlich verschwand, als 24 Monate später Marlboro und Texaco einstiegen. Für Mayer ein wirtschaftlicher Coup, für die Formel 1 die Geburt einer Ikone. Schließlich feierte McLaren in den Designs der Philipp-Morris-Marke seine größten Erfolge.

Mit Mercedes als Motorenlieferant und Marlboros Tabakkonkurrent West als neuem Hauptsponsor begann 1997 die Ära Silber. McLaren variierte später mit Chrom und blieb dem Design nach dem Abschied des wichtigsten Geldgebers treu - bis heute. Vor dem Hintergrund der ausgehenden Partnerschaft mit Mercedes und der Wiederzusammenführung mit Honda in der Saison 2015 könnte es sich jedoch ausgefunkelt haben in Woking: Wie in den vergangenen Wochen mehrere Medien spekuliert haben, könnte McLaren wieder in Orange starten.

Gehversuche in diese Richtung gab es in der Vergangenheit mehrfach: Sowohl 1997 als auch 2006 schickte McLaren seine Boliden beim Testen vor der Saison mit entsprechenden Lackierungen auf die Strecke und erntete dafür viel Lob. Bei den Straßen-Sportwagen haben die Briten, deren Gründer eigentlich Neuseeländer war, Orange längst als Präsentationsfarbe etabliert. "Mir gefällt diese Idee", wurde Whitmarsh bereits vor einigen Monaten von 'F1News.Ru' zitiert. Orange sei eine tolle Farbe - vor allem für McLaren. "Es sieht großartig aus", so der Teamchef.

Ob es "back to the roots" geht, dürfte ursächlich vom neuen Hauptsponsor abhängen. Nachdem Vodafone abgesprungen ist und Marken des mexikanischen Telefonkonzerns Telmex nach dem Abgang des Sergio Perez keine Option mehr darstellen dürften, wird die Präsentation des neuen Geldgebers mit Spannung erwartet. "Falls wir irgendwann das Glück haben sollten, einen Sponsor zu finden, der Orange mag, werden wir diese Farbe auch wieder in der Formel 1 sehen", verspricht Whitmarsh.

Fotoquelle: xpb.cc

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