Jean-Eric Vergne bezeichnet Toro Rosso als mittlerweile bestes Mittelfeldteam

Formel 1 2013

— 28.12.2013

Toro Rosso bereits auf McLaren-Niveau?

Jean-Eric Vergne erklärt die neue Philosophie bei Toro Rosso, dem in seinen Augen besten Mittelfeldteam - Zudem wettert er gegen Pirellis Reifenwechsel in Ungarn



Jean-Eric Vergne wird aller Voraussicht nach beim Großen Preis von Russland im kommenden Oktober Sebastien Buemis Toro-Rosso-Startrekord von 55 Grands Prix einstellen und somit am Ende des Jahres der Formel-1-Pilot mit den meisten Rennen für die "kleine" Scuderia aus Faenza sein. Bereits kürzlich hatte der Franzose über eine neue Philosophie bei Toro Rosso gesprochen , nun äußert er sich noch gezielter zum neuen Red-Bull-Konzept.

"Toro Rosso gehört mittlerweile zu den Mittelfeldteams und orientiert sich nach oben", stellt Vergne gegenüber 'El Confidencial' fest. "Die Idee ist, gegen Teams wie Lotus oder McLaren zu kämpfen, wie wir es in diesem Jahr auch getan haben. Die wollen unter den Top-5 sein, genau dafür arbeiten auch wir hart - das hat sich verändert."

Besonders in der ersten Saisonhälfte 2013 hatte Toro Rosso mit überraschend guten Ergebnissen für Aufsehen gesorgt (24 Punkte bis zum Nürburgring). Durch die Veränderung der Reifenkonstruktion seitens Pirelli lief es seit dem Ungarn-Grand-Prix jedoch nicht mehr so rund. Seitdem holte das Team nur noch neun Zähler, büßte seine Vorteile gegenüber der Konkurrenz ein und wurde am Ende nur noch Achter in der Konstrukteurswertung.

Bezeichnend für die neue Erwartungshaltung, dass sich Vergne über Reifenlieferant Pirelli ärgert: "Ich bin nicht einverstanden mit der Veränderung zurück zu den 2012er-Gummis in diesem Jahr. Wir sind kein kleines Team mehr, auch wenn wir (budgettechnisch; Anm. d. Red.) nicht mit Red Bull oder Ferrari mithalten können. Wir haben ein Auto um die Reifen herum gebaut, die man uns gegeben hat, und haben einen guten Job gemacht. Am Anfang des Jahres hat ja auch alles perfekt geklappt: Wir waren schnell und haben Punkte gesammelt. Aber dann kehrte Pirelli zu den alten Reifen zurück, und das war's für uns."

"Um uns an die neuen Gegebenheiten anzupassen, hätten wir neue Flügel, einen neuen Auspuff etc. entwickeln müssen", erklärt der 23-Jährige und denkt an die begrenzten finanziellen Möglichkeiten seines Teams. So blieb im Großen und Ganzen alles beim Alten: "Wir konnten uns nicht anpassen, also hatten wir in der zweiten Saisonhälfte ordentlich zu leiden." Hinzu kam, dass andere Mittelfeldteams wie etwa Sauber, die ursprünglich langsamer als Toro Rosso waren, erheblich vom Wechsel profitiert haben, erinnert sich Vergne.

Im kommenden Jahr glaubt der Franzose an bessere und konservativere Reifen. Und möglicherweise leistet Toro Rosso im Winter ja erneut gute Arbeit - die neuen Ansprüche des Teams würden es ja fast verlangen. Einen Abgang vom italienischen Rennstall nach der Saison 2014 könnte sich Vergne übrigens nur bedingt vorstellen: "Ich denke, Toro Rosso ist eine hervorragende Umgebung, und ich würde nicht wechseln, solang es kein großes Team wäre. Von den Mittelfeldteams bin ich beim besten."

Fotoquelle: xpbimages.com

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