Formel 1 2013: Großer Preis von Indien

Formel 1 2013: Großer Preis von Indien

— 24.10.2013

Vettel will's fixen

Sebastian Vettel will bei der Premieren-Sause im indischen Greater Noida vorzeitig seinen vierten WM-Titel holen. Die Vorschau aufs Rennen. 

(dpa) Vor der exotischen Kulisse Neu-Delhis will sich Sebastian Vettel am 27. Oktober 2013 vorzeitig seinen vierten WM-Titel holen. Schon die schlechteste Saisonplatzierung reicht dem Red-Bull-Dauersieger für die große Party im Titel-Neuland Indien.

Noch nie wurde ein Pilot auf dem jungen Buddh International Circuit Formel-1-Weltmeister, Vettel will das beim anstehenden Rennen schaffen. Und auf dem Kurs, auf dem er beide bisherigen Rennen von der Pole Position aus gewann, genügt dem 26 Jahre alten Heppenheimer bereits Rang fünf. Vettel will daber nicht auf Nummer sicher gehen. "Ich trete mit dem Ziel an zu gewinnen", kündigte der So-gut-wie-Champion an. Es wäre sein sechster Saisonsieg in Serie und der 36. seiner Karriere.

Großer Preis von Indien: Droht die Absage?

Wird er mindestens Fünfter, kann der rechnerisch einzig noch verbliebene Verfolger Fernando Alonso im Ferrari in den ausstehenden Grand Prix in Abu Dhabi, Austin und Sao Paulo nichts mehr an Vettels viertem Titel nacheinander ändern. Selbst ein Sieg in Indien würde Alonso, der seit mehr als fünf Monaten nicht mehr gewann, nicht reichen. Vettel war hingegen mit Ausnahme seines Ausfalls in Silverstone nie schlechter als Vierter. Neunmal gewann er bereits. Anspannung? Nicht wirklich.

Bei der Konkurrenz kann von Lockerheit dagegen kaum die Rede sein. Ferrari, Mercedes und Außenseiter Lotus stecken im millionenschweren Gerangel um Platz zwei in der Konstrukteurswertung. Vier Grand Prix vor Saisonende hat Red Bull auch hier mit 445 Punkten die Nase klar vorn. Satte 148 Zähler weniger hat der erste Verfolger Ferrari. Mit 287 und 264 Punkten auf dem Konto folgen Mercedes und Lotus.

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Auf die Rolle des ewigen Zweiten hat Alonso keine Lust mehr. Bald sieben Jahre in Serie ohne Fahrer-Titel gehen dem stolzen Spanier gewaltig auf die Nerven. Zwar ist Alonso bei Ferrari noch vertraglich gebunden, doch in dieser Saison hat er sich immer mehr von der Scuderia entfremdet. Zudem macht Honda Druck, dass McLaren seinen einstigen Piloten zurückholt. Die Japaner sind von 2015 an neuer Motorenpartner und dringen auf einen Top-Fahrer.


Die Angst vor einem Abrutschen geht auch bei Mercedes um. Nach dem Tiefschlag von Suzuka, als Lewis Hamilton ausfiel und Nico Rosberg nur als Achter über die Ziellinie fuhr, kündigte Team-Aufsichtsratsboss Niki Lauda eine knallharte Aussprache an. "Wir sind als Team und mit der Kraft des Konzerns im Rücken so aufgestellt, dass sich unsere Leistung an Red Bull und nicht an Lotus orientieren muss", machte Motorsportchef Toto Wolff das minimale Selbstverständnis der Silberpfeile klar.

Unter Druck steht auch Nico Hülkenberg, der für 2014 offiziell noch keinen neuen Arbeitgeber vorweisen kann. Mit 32 Punkten aus den vergangenen vier Rennen hat der Emmericher zwar beste Eigenwerbung für ein attraktives Formel 1-Cockpit betrieben. Doch Hülkenberg kämpft auch gegen die millionenschwere Mitgift der Bezahlfahrer. Und wollen begehrte Teams wie Lotus, Sauber oder Force India darauf verzichten? Seine Zukunft werde sich Ende Oktober klären, kündigte der 26-Jährige an. Die Zeit läuft.


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Noida

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