Nicht immer sind die Medien ein angenehmer Gesprächspartner für Robert Kubica

Formel 1 2014

— 04.01.2014

Kubica: "Die Medien können sehr hart sein"

Ex-Pilot Robert Kubica weiß spätestens seit seinem schweren Rallye-Unfall wie hart das Leben mit den Medien sein kann und wünscht Schumacher alles Gute



Michael Schumachers Ski-Unfall am vergangenen Donnerstag hat ein Medienecho sondergleichen verursacht. Überall auf der Welt wird über das Schicksal des Rekordweltmeisters berichtet, selbst in Ländern, die überhaupt nichts mit der Formel 1 zu tun haben, ist das Gesicht des Kerpeners auf der Titelseite. Mit allen Mitteln versuchen Journalisten an Informationen über "Schumi" zu kommen - manche übertreiben es dabei, wie ein als Priester getarnter Kollege beweist.

Robert Kubica kennt Schumachers Situation genau. Auch der Pole kämpfte vor knapp drei Jahren nach einem Rallye-Unfall um sein Leben. Noch immer leidet der 29-Jährige unter den Folgen seines Crashs und wird wohl nie wieder den Weg in die Formel 1 finden. Er weiß, wie hartnäckig die Medien bei solcher Art von Nachrichten sein können: "Ich war in einer ähnlichen Situation und ich weiß, dass die Medien in einer sehr schwierigen Zeit für ihn, seine Familie und enge Freunde sehr hart sein können", sagt er am Rande der Jänner-Rallye.

Doch die Berichte drehen sich nicht immer nur um die reine Berichterstattung seines Zustandes. Häufig wird auch spekuliert, wie es zu dem Unfall kommen konnte und warum Schumacher so schwer stürzte. Viele verurteilen den Deutschen ob seiner Unvorsichtigkeit oder Waghalsigkeit, doch auch Kubica glaubt einfach an großes Pech: "Es sind harte Nachrichten, die zeigen, dass jeden Tag etwas passieren kann."

Bei vielen Formel-1-Teams gibt es Absätze im Vertrag, die gefährliche Sportarten wie Motorrad- oder Skifahren verbieten, denn allerspätestens mit dem Unfall von Kubica wurde deutlich, in welcher Bredouille ein Team steckt, wenn sich der Fahrer bei dem Unterfangen schwer verletzt. "Als ich meinen Unfall hatte, haben die Leute gefragt, warum ich das gemacht habe und meinten, ich hätte es nicht tun sollen", erzählt der Pole weiter.

"Aber wenn man bei einer Sache Spaß hat, dann ist es normal, dass man es tun möchte." Mittlerweile ist Kubica auf den Rallyestrecken dieser Welt zuhause, und dass Schumacher schon immer ein wenig extremer in seiner Freizeit unterwegs war, ist auch bekannt. Doch passiert ist nun einmal passiert, daran kann niemand mehr etwas ändern. Auch für Kubica bleibt damit nur noch eines zu sagen: "Ich wünsche ihm alles Gute und drücke definitiv die Daumen, dass er sich erholen wird und alles gut ausgeht."

Fotoquelle: xpbimages.com

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