Michael Schumacher und Mika Häkkinen haben sich stets respektiert

Formel 1 2014

— 05.01.2014

Häkkinen glaubt an "Schumi": "Er ist ein Kämpfer"

Michael Schumachers Lieblingsrivale Mika Häkkinen weiß, wie schwer die Zeit für Angehörige ist und glaubt, dass "Schumi" auch diesen Kampf gewinnen wird



Damon Hill, Jacques Villeneuve oder Fernando Alonso - im Laufe seiner Karriere musste Michael Schumacher gegen viele Rivalen kämpfen, doch bei einem war die Beziehung ganz anders: Mika Häkkinen ist stets der Lieblingsrivale des Rekordweltmeisters gewesen, weil sich die beiden auch außerhalb des Cockpits gut verstanden haben. Häkkinen ist selbst erst vor wenigen Wochen 45 Jahre alt geworden und bangt natürlich auch um das Leben des Kerpeners.

Der Finne kennt die Situation aus eigener Erfahrung: Im Qualifying von Adelaide 1995 verunglückte Häkkinen selbst schwer und konnte nur überleben, weil Rennarzt Sid Watkins noch neben dem Cockpit einen Luftröhrenschnitt durchführte. Wie Schumacher lag auch Häkkinen damals im Koma und kann sich vorstellen, was die Angehörigen um Corinna mitmachen müssen. "Als ich aus dem Koma erwacht bin, habe ich den Schmerz, den sie durchmachen mussten, gesehen", berichtet er gegenüber 'Bild'.

Doch wenigstens sind Schumachers Angehörige ständig über den Gesundheitszustand des 45-Jährigen informiert. Bei Häkkinen selbst sei das damals anders gewesen: "Die Zeitungen waren voll mit Fotos, wie ich blutend aus dem Wrack gezogen werde. Das Schlimme bei jeder Verletzung eines Rennfahrers ist: Außer diesen Bildern haben die Angehörigen zunächst keine Informationen", so Häkkinen weiter. "Sie sehen, wie ich aus dem Wrack gezogen werde, sie wissen aber nicht, wie es mir geht und wie schlimm die Verletzungen sind."

Inwiefern Schumacher seine Verletzungen überstehen wird oder ob er unter Folgeschäden leiden wird, ist derzeit noch nicht absehbar, doch auch Häkkinen bekommt die Auswirkungen seines Unfalls noch heute zu spüren. "Eine Gesichtshälfte ist heute noch halb gelähmt, ich kann auf dem rechten Ohr nicht gut hören", erzählt er. "Ich bin zwar wieder Rennen gefahren, aber ich musste die Karriere früher beenden, als ich es geplant hatte. Es ging gesundheitlich nicht mehr."

Schumachers aktive Karriere ist seit einer Saison bereits beendet, für ihn geht es nach dem Unfall also nur darum, wieder normal am Leben teilnehmen zu können. Dass er auch diesen Kampf - wie viele auf der Rennstrecke - gewinnen wird, davon ist Häkkinen überzeugt: "Er ist ein Kämpfer und wird nie aufgeben, bis er den Kampf gewonnen hat", sagt der Finne und wünscht das gleiche auch für Schumachers Familie, die Tag für Tag am Krankenbett wacht.

Weil ihm das Schicksal Schumachers ebenfalls nahegeht, hat der Ex-Weltmeister laut 'Bild' einen Brief an seinen alten Rennstrecken-Kumpel verfasst: "Lieber Michael, du bist ein Mann, der sich jeder Herausforderung stellt und du bist es gewohnt, jede davon zu bestehen. Dein Unfall ist jetzt nichts mehr als eine weitere Herausforderung. Du musst wieder hart kämpfen - so wie wir beiden früher auf der Rennstrecke gekämpft haben."

"Wie du weißt, hatte ich in der Vergangenheit selbst eine schlimme Kopfverletzung. Doch ich habe überlebt. Mit der Hilfe meiner Familie und Freunde und der professionellen Unterstützung der Ärzte. Ich bin mir sicher, dass du diese Hilfe genau so bekommst. Alles, was nötig ist, um gesund zu werden. Bitte tu mir nur einen Gefallen: Versuche ein einziges Mal nicht, die Zeit zu schlagen. Du musst keine Bestzeit in diesem Rennen aufstellen. Du musst dir alle Zeit nehmen, die du brauchst. Take it easy, Mika."

Fotoquelle: xpb.cc

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