Bei seinem Skiunfall trug Michael Schumacher eine Helmkamera

Formel 1 2014

— 07.01.2014

Schumachers Helmkamera auswertbar

Die Helmkamera, die Michael Schumacher zum Zeitpunkt seines Unfalls trug, soll eingeschaltet gewesen sein und könnte wichtige Hinweise geben



Morgen um 11 Uhr will sich die Staatsanwaltschaft in einer Pressekonferenz erstmals öffentlich zum Unfall von Rekordweltmeister Michael Schumacher äußern, doch schon jetzt kommen erste Details ans Tageslicht. Wie die französische Zeitung 'Dauphine Libere' berichtet, so können die Daten von Schumachers Helmkamera ausgewertet werden. Die Kamera soll nämlich bei seinem Unfall eingeschaltet gewesen sein und dürfte so den Unfall aufgezeichnet haben.

Das Video könnte somit wichtige Hinweise liefern, wie es zu Michael Schumachers Unfall kommen konnte, und wie schnell der ehemalige Formel-1-Pilot wirklich unterwegs gewesen ist. Bislang gibt es widersprüchliche Angaben zu diesem Thema, Zeugen berichten jedoch von einer Geschwindigkeit von maximal 20 km/h, die der Kerpener zum Zeitpunkt des Unfalls gehabt haben soll.

Gute Nachrichten gab es gestern auch aus der Klinik, die Schumachers Gesundheitszustand als stabil bezeichnet hatte. Aussagen, er sei bereits außer Lebensgefahr, musste Pressesprecherin Sabine Kehm allerdings noch einmal zurückweisen. Seit seinem Skiunfall am 29. Dezember liegt Michael Schumacher im Universitätsklinikum Grenoble im künstlichen Koma - an seiner Seite stets die Familie, aber auch viele Journalisten, die vor Ort nach jedem Fitzelchen Information lechzen.

Damit Schumachers Familie bei der Ankunft und Abfahrt in der Klinik nicht mehr von der Presse bedrängt wird, wurde nun eine Absperrung errichtet, um der Familie problemlosen Zugang zu gewähren. Unterdessen wandte sich Schumachers Ehefrau Corinna mit einem Statement an die Journalisten und wünschte sich dabei vor allem mehr Ruhe.

"Bitte unterstützen Sie uns in unserem gemeinsamen Kampf mit Michael", schreibt sie. "Es ist mir wichtig, dass Sie die Ärzte und das Krankenhaus entlasten, damit diese in Ruhe arbeiten können - vertrauen Sie bitten deren Statements und verlassen Sie die Klinik. Bitte lassen Sie auch unsere Familie in Ruhe."

Fotoquelle: Photo4 / xpb.cc

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