Gary Paffett hat bereits viele Monate mit dem neuen Auto im Simulator verbracht

Formel 1 2014

— 12.01.2014

Paffett: Offenbarung frühestens in Jerez

McLaren-Testfahrer Gary Paffett kann noch nicht einschätzen, wie gut das neue Auto im Vergleich zur Konkurrenz sein wird, weiß aber um gewisse Schwierigkeiten



Seit vielen Monaten arbeitet McLaren-Testpilot Gary Paffett an der Entwicklung des neuen MP4-29 mit. Die meiste Zeit verbringt der DTM-Pilot dabei im Simulator und dürfte die Fahreigenschaften des 2014er-Autos somit wohl kennen wie kaum ein Zweiter. Aus dieser Erfahrung heraus kann er bestätigen, dass der neue Bolide die Fahrer vor größere Schwierigkeiten stellen wird als bisher. Vor allem werden die neuen Autos aber eines sein: anders.

"Es wird sehr spannend werden, denn die Autos sind anders als die, die wir in den vergangenen paar Jahren hatten", prophezeit er gegenüber 'Sky Sports F1'. "Besonders der Anpressdruck ist deutlich geringer als bisher - eine Sache, die die FIA seit Jahren versucht und diesmal offenbar hinbekommen hat." Insgesamt seien die neuen Autos "deutlich schwieriger" zu fahren, so Paffett: "Selbst die Mittel- bis Hochgeschwindigkeitskurven sind ohne den Abtrieb der vergangenen Jahre schwierig; es wird interessant, wie die Fahrer damit zurechtkommen."

Denn um die neuen Wagen zu beherrschen, müsse jeder Fahrer seinen Stil grundlegend verändern, ist sich der Brite sicher: "Ich habe lange Zeit im Simulator gearbeitet und bin zwischen dem alten und neuen Auto hin- und hergewechselt - du musst deine Fahrweise definitiv verändern." Das habe Paffett auch bei Jenson Button beobachten können, der sichtlich darüber nachgedacht habe, wie er das neue Auto am besten fahren könnte. Hinzu kommen die neuen Reifen, die Spritmenge und weitere Neuerungen etwa das veränderte KERS - "Die Fahrer werden dieses Jahr geistig mehr gefordert."

McLaren im Soll

Die Entwicklung des neuen McLaren laufe aber vollkommen nach Plan, erklärt Paffett: "Die Jungs arbeiten hart, das Auto wird in Jerez sein. Es wird am 24. Januar in Woking digital präsentiert, am 28. wird es dann erstmals in Jerez auf die Strecke gehen." Während derzeit allgemein gerätselt wird, welche Teams (neben Lotus) es womöglich nicht rechtzeitig zu den ersten Testfahrten schaffen, kann Paffett den britischen Traditionsrennstall bereits bestätigen.

Er selbst werde aber nicht vor Ort sein, sondern im Simulator zuhause auf die Daten aus Spanien warten, um das Auto auch während der drei Testtage weiterentwickeln zu können. "Wir werden eine Menge in Jerez lernen, aber ich denke, das erste Ziel sollte zunächst einmal sein, den neuen Antrieb zu verstehen, und wie alles funktioniert. Ich fürchte, das wird schon schwierig genug werden", glaubt der Testfahrer.

Probleme 2013 nicht vollständig verstanden

Nach einer schwierigen Saison 2013 ohne Podiumsplatzierung soll für McLaren nun wieder alles besser werden. Ob das Team aus Woking alle Fehler des Vorjahres hat ausmerzen können, weiß Paffett aber nicht mit Sicherheit: "Wenn wir sie vollständig verstanden hätten, wären wir zum Saisonende hin wohl auch deutlich wettbewerbsfähiger gewesen, denke ich. Wir wussten, welche Bereiche uns Probleme bereitet haben, aber die Probleme waren wohl zu groß, um sie während der Saison zu lösen."

Zwar hat Paffett ein gutes Gefühl, was das neue Auto angeht - zumal es von Grund auf neu konzipiert wurde -, dennoch wird erst der Vergleich mit der Konkurrenz für Klarheit sorgen. "Du kannst aufgrund der großen Veränderungen nie wissen, wo du stehst, solange du nicht rausgehst zum Testen oder zum ersten Rennen. Die Rundenzeiten im Simulator bedeuten nichts, weil du nicht weißt, was die anderen tun. Bis zum Saisonauftakt werden wir nicht wissen, wo wir stehen, denke ich."

Fotoquelle: xpbimages.com

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