Die eigentümliche Lotus-Nase sorgt in der Formel 1 für Aufruhr

Formel 1 2014

— 28.01.2014

Lotus wehrt sich: "Unsere Nase ist legal"

Lotus-Technikchef Nick Chester sieht die Zweifel der Konkurrenz an der Legalität der "Gabelstapler"-Nase seines Teams gelassen und verteidigt seine Entwicklung



Bis auf die beiden Nachzügler Marussia und Caterham haben alle Teams das Geheimnis um die Nasen ihrer neuen Boliden gelüftet. Für die größte Aufregung sorgte das Design eines Teams, das beim heute beginnenden Testauftakt der Formel 1 in Jerez gar nicht am Start ist: Lotus. Die Truppe aus Enstone um Technikchef Nick Chester hat bislang zwei Bilder des E22 preisgegeben, die eine an einen Gabelstapler erinnernde Nase mit zwei unterschiedlich langen Zinken zeigen.

Hintergrund: Wären die beiden Zinken gleich lang, hätte der Bolide zwei Nasen und wäre somit ganz klar illegal. Ob das tatsächliche Design legal ist und der Sicherheit dient, darüber scheiden sich derzeit die Geister. Die FIA wurde bereits mit den Anfragen zahlreicher Teams konfrontiert, ob die Lotus-Lösung dem Reglement entspricht.

Toro-Rosso-Technikchef James Key meldete auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com' ebenfalls Bedenken an. "Abgesehen von der Lotus-Nase" sehe er bei keinem Auto ein Problem mit dem Reglement. Diese sei zwar eine "clevere Idee", brauche aber "noch den Segen".

Er ist sich nicht sicher, ob die Nase des E22 dem Geist des Reglements entspreche. Lotus-Technikchef Chester hat diesbezüglich aber keine Bedenken. Der Brite versucht, die Gemüter zu beruhigen. Die FIA sei "absolut" entspannt, was die Lotus-Lösung angeht: "Wir haben alle nötigen Crashtests absolviert, und sind sehr zuversichtlich, dass unser Design allen Vorgaben der FIA entspricht."

Dass da nicht alle Vertreter der anderen Teams seiner Meinung sind, wundert ihn nicht: "Wenn es so viele Design-Varianten gibt, dann wird immer geredet, aber wir sehen das gelassen und konzentrieren uns auf unser Design und unseren Weg."

Klarerweise hat Chester auch die Enthüllungen der Konkurrenzautos verfolgt - dass es so unterschiedliche Ansätze bei den Nasen gibt, überrascht ihn nicht: "Das haben wir anhand der radikalen Reglementänderungen erwartet. Es gibt einige elegante Lösungen und andere, die mit Sicherheit nicht schön sind. Wir sind sehr glücklich mit unserer eingeschlagenen Richtung, und es wird interessant sein, wie der Vergleich mit den anderen ausfällt, wenn wir dazu die Möglichkeit haben werden."

Fotoquelle: Lotus

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