Mercedes sendet via Schriftzug auf dem Auto die besten Wünsche nach Grenoble

Formel 1 2014

— 28.01.2014

Auch in Jerez: Vettel und Co. beten für "Schumi"

Fast einen Monat lang liegt Michael Schumacher nach seinem Skiunfall bereits im künstlichen Koma - Seine ehemaligen Kollegen sind in Gedanken noch immer bei ihm



Am morgigen Mittwoch wird bereits ein ganzer Monat verstrichen sein seit Michael Schumachers folgenschwerem Sturz im Skigebiet Meribel. Noch immer liegt der Rekordweltmeister im künstlichen Koma und wird im Universitätsklinikum von Grenoble behandelt. Seit einigen Tagen gab es keine Neuigkeiten zum Gesundheitszustand des 45-Jährigen mehr, in Vergessenheit gerät er dadurch aber noch lange nicht - auch nicht bei den aktuellen Formel-1-Testfahrten in Jerez.

"Es war ein tiefer Schock", denkt Weltmeister Sebastian Vettel an den 29. Dezember zurück. "Anfangs hört man von der Meldung, dass Michael gestürzt ist, und denkt sich nicht viel dabei. Ich habe ihm noch eine SMS geschickt: 'Habe gehört, du bist gestürzt. Hoffe, es ist nichts Schlimmeres, gute Besserung.' Und dann hört man sehr schnell - noch am selben Tag -, dass es doch sehr ernst ist. Bist jetzt gab es ja noch kein Aufatmen."

"Ich kenne ihn seit vielen Jahren und habe mein Leben lang zu ihm aufgeblickt", erinnert sich der 26-Jährige an seine Kindheit und den Aufstieg bis in die Königsklasse des Motorsports. "Ich habe ihn nach seinem Comeback etwas näher kennengelernt, da wurde er mein Freund", berichtet der Heppenheimer. "Es war nicht so, dass wir jeden Tag miteinander telefoniert haben, aber wir haben uns schon regelmäßig unterhalten."

"Für die Familie ist es der Horror"

"Für uns, die wir ihn kennen, ist das schon schlimm", meint Vettel, "aber ich glaube für die Familie und enge Freunde ist es der Horror, wenn man einfach nicht weiß, was passieren wird - einfach diese Ungewissheit." Hinzu komme der "extrem schlimme" Druck der Medien, "weil man am Anfang - entschuldigt bitte, wenn ich das so sage - sensationsgeil ist, und sich am liebsten jeder darauf stürzen würde. Für die Familie und das Krankenhaus war das sehr schlimm."

"Dann gibt es vier, fünf Tage nichts neues, fast alle reisen ab, und man hört dann nichts mehr, was die krasse Entwicklung in die andere Richtung ist", bedauert Vettel. "Letztlich ist es immer noch ein Schock, weil man nicht weiß, was aus dem Michael wird. Was aus der Person wird, die man so gut kennengelernt und so zu schätzen gelernt hat. Man betet, man wünscht, man hofft, dass das Wunder passiert, und dass derselbe Mensch wieder aufwacht, der er vorher war."

Vettels neuer Teamkollege Daniel Ricciardo schließt sich an: "Michaels Unfall war schon sehr unglücklich, eine sehr spezielle Situation mit speziellen Umständen. Ich will eigentlich nicht über ihn sprechen. Aber ich brauche auch ein Leben abseits der Rennstrecke mit Hobbys. Ich mag Mountainbike-Fahrten und solche Aktivitäten. Red Bull würde mir zwar nicht raten, im Winter Ski zu fahren, aber etwas, das ich seit zehn oder 15 Jahren mache, das ist okay. Man muss das Leben auch genießen", findet der Australier und würde Schumacher niemals Vorwürfe machen.

"Schumis" ehemaliger Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg ist ebenfalls in Gedanken beim Kerpener: "Wir haben die Nachricht 'Keep Fighting Michael' an der Seite des Autos stehen. Wir wollen als Team zeigen, dass wir an ihn denken und auf das Beste hoffen." So drückt auch Rosbergs neuer Stallnachbar Lewis Hamilton seinem Vorgänger die Daumen: "Wir hoffen, dass er durchkommt, und ich hoffe, dass ich ihn eher früher als später wiedersehen werde."

Fotoquelle: xpbimages.com

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