Sergio Perez und Nico Hülkenberg lüften das Tuch - und sparen bald Sprit?

Formel 1 2014

— 28.01.2014

Hülkenberg: "Es wird schwieriger, alles zu verkaufen"

Der Sparfuchs bei Force India: Nico Hülkenberg ist nach seinen ersten Eindrücken der Meinung, 2014 mit verbrauchseffizienter Fahrweise taktieren zu können



Mit den Testfahrten in Jerez in dieser Woche ist Nico Hülkenberg endgültig zurückgekehrt an die alte Wirkungsstätte. Bei Force India fühlt sich der Emmericher nach eigener Aussage sehr wohl. Er musste nicht lange in den Schubladen kramen, um seine sieben Sachen bei dem Team zu finden, für das er bis 2011 zwei Jahre lang unterwegs war. Dennoch hat sich bei der Vijay-Mallya-Truppe etwas getan, wie Hülkenberg entzückt feststellt: "Das Team ist gewachsen. Das sind gute Zeichen", freut er sich.

Schon beim Besuch im Werk im britischen Silverstone erkannte der 26-Jährige, der mit dem Abschied von Sauber ein beträchtliches Risiko eingegangen ist, Fortschritte: "Als ich wieder in die Fabrik kam, habe ich bemerkt, wie sehr sich die Infrastruktur geändert hat. Es arbeiten dort mehr Leute, in jeder Abteilung." Also alles richtig gemacht? Hülkenberg will keine voreiligen Schlüsse ziehen, schließlich tappt die gesamte Formel 1 zu Beginn der Turboära im Dunkeln wie selten zuvor. Nichts ist wie gewohnt.

Wenn zum Testauftakt sonst Reifentests und Setuparbeit auf dem Programm stehen, geht es in diesen Tagen nur ums nackte Überleben. Die Autos sollen schlichtweg um den Kurs kommen, den wenigstens gelingt das. Hülkenberg wittert Besserung bis zum zweiten Erprobungstermin: "Es wird eine steile Lernkurve geben und bis Bahrain ist noch Zeit, die Dinge zu sondieren. Dort können wir dann mit der normalen Vorbereitung beginnen." Dennoch rätselt der Deutsche: "Unmöglich, Vorhersagen zu treffen."

Arbeit, wohin das Auge blickt

Da am Dienstag sein Teamkollege Sergio Perez im neuen VJM07 saß, kann Hülkenberg nur mutmaßen, ob die Formel 1 zum Wettbewerb der Langsamkeit geworden ist: "Schon im vergangenen Jahr konnte man nicht immer voll fahren. Jetzt kommt der Sprit hinzu", gibt er das Treibstofflimit zu bedenken. Unbehagen ist Fehlanzeige. "Solange es schnell ist? Das die Herausforderung. Aber es liegt in unserer Natur als Rennfahrer: Die Wahl, immer Vollgas zu fahren? Dann würden wir natürlich Vollgas nehmen."

Hülkenberg macht sich keine Sorgen, dass die Formel-1-Show für den Zuschauer ein Buch mit sieben Siegeln werden könnte. "Es wird auf jeden Fall ein bisschen kompliziert und schwieriger, alles zu verkaufen und zu erklären", räumt er ein. "Aber was den Sprit angeht, wird es relativ einfach: Man wird die Funksprüche hören." Dann nämlich, wenn ein Pilot vom Gas gehen muss und leichtes Opfer wird, weil zu viel Treibstoff geflossen ist und gespart werden muss. Denn Hülkenberg weiß auch: "Als Fahrer kann man einen Teil beitragen, wenn man sparsam fährt."

"Da kommt es auf den Piloten an, der ökonomisch ist." Die Herausforderung für die Teams sieht er in der Öffentlichkeit nicht genügend gewürdigt: "Sie rollen ihr Auto ja nicht nur aus der Garage. Die Leute verstehen nicht, wie komplex und schwierig es ist, das Auto konkurrenzfähig und schnell zu machen. Die Teams müssen einen Hardcore-Einsatz bringen." Hinzu kommt, dass die Entwicklung auch in der Fabrik weitergeht. Schließlich gilt es, neben den Boliden auch die Simulatoren auf Stand zu bringen. "Aktuell sind wir noch nicht da, wo wir sein wollen", mahnt Hülkenberg.

Fotoquelle: xpbimages.com

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